Schnupfen-Mittel

Was hilft bei Schnupfen? 

Schnupfen-Mittel

Schonende Mittel aus Naturheilkunde und Alternativmedizin (v.a. Homöopathie) helfen oft am besten – Nasensprays, Tabletten, etc. kommen auch zum Einsatz.

Mittel gegen Schnupfen

Bei einfachem Erkältungsschnupfen (ausgelöst durch Schnupfenviren), sollte sich jeder gut über die vorhandenen Alternativen zu Schnupfen-Mitteln informieren, denn der nächste Schnupfen kommt bestimmt! Neben Hausmitteln wie Grünem Tee gegen Schnupfen, Holunder gegen Schnupfen und Allgemeinmaßnahmen kommen zahlreiche Arzneimittel und therapeutische Anwendungen zum Einsatz. Erfahrungsgemäß als beste Mittel bewährt sind bestimmte pflanzliche Naturheilmittel-Kombinationen (z.B. ätherische Öle), Salzwasser-Nasensprays und Nasenduschen sowie auf die individuellen Symptome abgestimmte homöopathische Globuli. Andere alternativmedizinische Verfahren können ebenfalls in Erwägung gezogen werden. Bei besonders starker Nasenverstopfung kann über einen kurzen Zeitraum die Verwendung von abschwellenden Nasensprays oder Tabletten Sinn machen. Antibiotika sind bei viral bedingtem Erkältungsschnupfen keine sinnvollen Schnupfen-Mittel zur Behandlung – Ausnahmen sind komplizierte Verläufe mit bakterieller Beteiligung. Betroffene sollten in jedem Fall darauf achten, dass keine Gegenanzeigen, Allergien oder Unverträglichkeiten gegen die verschiedenen Stoffe und Maßnahmen vorliegen bevor es zu einer Anwendung kommt und ihren Therapieplan gegebenenfalls auch mit einem Arzt oder Heilpraktiker absprechen. In der Therapie von anderen mikrobiell ausgelösten Formen von infektiöser Rhinitis, bei chronischem Schnupfen (z.B. allergischer Schnupfen, vasomotorischer Schnupfen) sowie Schnupfen in der Schwangerschaft, beim Baby oder bei Kindern und Kleinkindern gelten darüberhinaus teilweise andere Regeln.

Schnupfen-Mittel aus der Naturheilkunde

Naturheilmittel sollen die Fähigkeit zur körpereigenen Selbstheilung bei Schnupfenkranken aktivieren. Im Sinne eines ganzheitlichen Therapieansatzes soll die aus dem Gleichgewicht geratene Harmonie von Körper und Geist durch diese Schnupfen-Mittel wiederhergestellt werden. Bei infektiösem Schnupfen werden sowohl Ausbruch als auch Verlauf der Erkrankung durch das Verhältnis von Widerstandskraft des Körpers zu Art und krankmachenden Eigenschaften des Erregers bestimmt. Die Widerstandskraft des Körpers beziehungsweise die Fähigkeit des Körpers zu einer adäquaten Immunantwort, hängt dabei nicht nur von körperlichen (physiologischen) Faktoren ab, sondern wird auch durch seelische (psychosoziale) Belastungen beeinflusst. Naturheilkundliche Methoden stehen mit dem wissenschaftlichen Weltbild im Einklang und die Wirksamkeit vieler wenn auch nicht aller Mittel und Anwendungen bei Schnupfen kann durch Studien belegt werden. Zu den Mitteln und Anwendungen aus der Naturheilkunde, die bei Schnupfen angewendet werden können, gehören:

  • Aromatherapie mit ätherischen Ölen,
  • Pflanzenheilkunde u.a. mit Echinacea und Schwarzkümmelöl
  • Ernährungstherapie mit Voll- und Frischwertkost,
  • Orthomolekulare Therapie mit Vitaminen, Spurenelementen und anderen Mikronährstoffen.

Homöopathische Schnupfen-Mittel

Homöopathie gehört zu den alternativen Therapieverfahren und findet bei der Behandlung von Schnupfen breite Anwendung, da die verwendeten Präparate in der Regel schonende und nebenwirkungsarme Schnupfen-Mittel sind. Vor allem homöopathische Globuli haben sich als Darreichungsform bei Erkältungsschnupfen bewährt. Die Homöopathie stimmt weitgehend nicht mit wissenschaftlichen Prinzipien überein. Stattdessen basieren homöopathische Therapieansätze auf der Lehre des Ähnlichkeitsprinzips (Simile-Prinzip) – postuliert durch den Arzt Samuel Hahnemann: “Ähnliches soll durch Ähnliches geheilt werden”. Stoffe, die bei gesunden Menschen bestimmte Symptome auslösen, können der homöopathischen Lehre nach also ähnliche Symptome bei kranken Menschen heilen. Homöopathika werden bei ihrer Herstellung einer Potenzierung unterzogen. Dabei werden die Stoffe zur Dynamisierung mit Wasser oder Ethanol verschüttelt oder mit Milchzucker verrieben. Homöopathische Präparate unterliegen dem Arzneimittelgesetz und werden aus Pflanzen, Mineralien oder Tierprodukten hergestellt – zur Behandlung von Schnupfen kommen allerdings fast ausschließlich Präparate pflanzlichen Ursprungs zum Einsatz. Wichtig für die Auswahl des geeigneten Homöopathikums ist dem Simile-Prinzip entsprechend eine genaue Analyse der Symptome und der Krankengeschichte (Anamnese), die im Idealfall von einem erfahrenen Homöopathen (entsprechend ausgebildeter Arzt oder Heilpraktiker) durchgeführt wird. So kann die Schnupfenbehandlung im Sinne eines ganzheitlichen Therapieansatzes unter Berücksichtigung sowohl körperlicher als auch psychischer Gesichtspunkte individuell abgestimmt werden. Die große Beliebtheit der homöopathischen Schnupfen-Mittel hat dazu geführt, dass dieselben oder ähnliche Behandlungsprinzipien auch im Rahmen zahlreicher anderer alternativmedizinscher Heilmethoden bei Schnupfen eingesetzt werden – beispielsweise bei Schüßler-Salzen, in der Spagyrik, der Anthroposophischen Medizin oder bei Formen der Eigenbluttherapie.

Klassische Schnupfen-Mittel: Medikamente

Neben Arzneimitteln aus der Naturheilkunde und Alternativmedizin kommen bei Erkältungsschnupfen auch Medikamente aus der Schulmedizin zum Einsatz. Da es für den typischen, durch zahlreiche verschiedene Virustypen ausgelösten Erkältungsschnupfen aus naturwissenschaftlicher Sicht keine direkt ursächliche Heilung gibt, besteht der Behandlungsansatz bei diesen Arzneien vor allem in der Linderung der Schnupfensymptomatik. Dementsprechend enthalten die verwendeten Schnupfen-Mittel in der überwiegenden Zahl der Fälle Wirkstoffe, die zu einer Abschwellung der Nasenschleimhaut führen oder zu deren Spülung und Befeuchtung. Die Effekte dieser Medikamente sind durch Studien nachweisbar und für viele Wirkstoffe kann der pharmakologische Wirkungsmechanismus im Detail beschrieben werden. Schnupfen-Mittel aus der Schulmedizin, die bei Erkältungsschnupfen angewendet werden können sind vor allem:

  • Abschwellende Nasensprays,
  • Abschwellende Schnupfen-Tabletten und Erkältungssäfte,
  • Dexpanthenol-Nasensprays,
  • Salzwasser-Nasensprays,
  • Nasenduschen mit physiologischer Kochsalzlösung,
  • Heil- und Wundsalben (zur Vorbeugung oder Behandlung einer wunden Nase),
  • Antibiotika (zur Behandlung eines einfachen viral bedingten Schnupfens nicht notwendig, es sei denn es besteht eine bakterielle Beteiligung am Infektionsgeschehen – z.B. bakterielle Superinfektion auf dem Boden einer viralen Infektion der Nasenschleimhäute).

Über die medikamentösen Schnupfen-Mittel hinaus, können weitere Erkältungsmedikamente, wie beispielsweise Schmerzmittel bei Gliederschmerzen oder andere Medikamente zur Linderung weiterer Begleitsymptome von erkältungsbedingtem Schnupfen zum Einsatz kommen.

Alternativmedizinische Schnupfen-Mittel

Neben der Homöopathie kommen auch andere Methoden aus der Alternativmedizin bei erkältungsbedingtem Schnupfen zum Einsatz. Diese Schnupfen-Mittel und -Methoden beruhen auf unterschiedlichen Lehrgebäuden und sind in ihrer Wirksamkeit daher oft nach aktuellem Stand der Wissenschaft nicht nachweisbar. Dennoch können die Methoden für Betroffene im individuellen Fall eine hilfreiche Ergänzung oder Alternative zu anderen Therapien sein. So sind in konkreten Einzelfällen beispielsweise positive Erfahrungen mit Akupunktur bei der Behandlung einer chronischen Schnupfeninfektneigung berichtet worden. Zu den über die Homöopathie hinausgehenden Mitteln und Anwendungen aus der Alternativmedizin, die bei Erkältungsschnupfen angewendet werden können, gehören:

  • Schüßler-Salze,
  • Bach-Blüten,
  • Spagyrik,
  • Anthroposophische Präparate,
  • Fußreflexzonentherapie,
  • Ayurveda,
  • Akupunktur und Akupressur,
  • Baunscheidtieren und Schröpfen,
  • Eigenbluttherapie,
  • Neuraltherapie.



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