Schnupfen beim Hund

Was tun? 

Schnupfen beim Hund

Schnupfen beim Hund ist ernst zu nehmen und kann viele Auslöser besitzen. Was tun? Ursachen erkennen und behandeln: Von der Homöopathie bis zum Tierarzt.

Symptome von Hundeschnupfen

Hundebesitzer sollten bei Schnupfensymptomen ihres Tieres aufmerksam werden und diese genau analysieren. Denn anders als beim Menschen ist Schnupfen bei Hunden nicht selten eine ernstzunehmende Erkrankung, die vom Tierarzt behandelt werden sollte, um Komplikationen zu vermeiden.  Neben einem infektiösem Schnupfen kommen aber mehrere andere Schnupfenarten und -auslöser in Frage. Dazu zählen z.B. Aufregung, vorübergehende Reizungen, Fremdkörper, Tumoren etc. Daher sollten sich Hundebesitzer gut informieren, um typische Anzeichen rechtzeitig erkennen und deuten zu können. Zu den Schnupfensymptomen bei Hunden gehören: 

NiesenWie bei Menschen ist Niesen ein erstes Zeichen für eine Irritation der Nasenschleimhäute. Wenn der Hund gelegentlich und vereinzelt am Tag niest ist das völlig normal. Auffällig heftiges, anfallartiges oder von Nasenlaufen begleitetes Niesen sollte dagegen als Zeichen für eine ernsthaftere Erkrankung angesehen werden. Ein plötzlicher heftiger Niesanfall der begleitet wird von wackelnden Kopfbewegungen sowie Berühren der Nase mit der Pfote können auf einen Fremdkörper in der Nase hinweisen. Langanhaltendes Niesen kann dazu führen, dass die Nasenschleimhäute anschwellen und dadurch die Atmung behindern, was wiederum zu hörbaren Atemgeräuschen führen kann.
Laufende Nase

Schleimige oder wässrige Absonderungen aus der Nase eines Hundes deuten darauf hin, dass eine Irritation der Nasenschleimhaut vorliegt. Hält das Nasenlaufen über mehrere Stunden an, sollten Besitzer das Symptom ernst nehmen. Unterschiedliche Ursachen des Nasenlaufens haben teilweise besondere Eigenschaften:

• Klare, wässrige Absonderungen sind typisch bei allergischen Ursachen oder bei einer Infektion durch Viren.

• Dickflüssige, teilweise gelbe oder grünliche Schleimabsonderungen aus der Nase weisen auf Bakterien- oder Pilzinfektionen der oberen Atemwege hin.

• Ist durchgehend nur ein Nasenloch vom Nasenlaufen betroffen, kann dies bedeuten dass ein Fremdkörper oder Tumor das andere Nasenloch verstopft oder dass eine Nasenfistel vorliegt.

Würgen und Husten

Übermäßige Ansammlungen von Schleim in der Nasenhöhle können bei verschnupften Hunden sowohl aus der Nase hinaus als auch zurück in den Rachebereich  des Tieres fließen. Dieses sogenannte postnasale Tropfen kann einen Würge- oder Hustenreiz auslösen.

Augenreiben

Typische Symptome für das Vorliegen einer Allergie beim Hund sind wässriger Nasenausfluss zusammen mit Augenreiben.

Nasenbluten

Fremdkörper, Tumoren und chronische Infektionen mit Bakterien, Parasiten oder Pilzen können die Schleimhäute der Nasenhöhlen über die Zeit wund machen und die Blutgefäße verletzen. Dies kann zu Blutbeimengungen im abgesonderten Nasensekret oder Nasenbluten führen. Häufig wird das Nasenbluten durch begleitende Niesanfälle weiter verstärkt.

Mundatmung

Hunde atmen normalerweise ausschließlich durch die Nase und nur in Ausnahmefällen, wie beispielsweise bei starker körperlicher Anstrengung (Rennen oder wildes Spielen), durch den Mund. Spontane Mundatmung bei Hunden deutet darauf hin, dass beide Nasengänge verschlossen sind.

Fieber

Hunde haben eine normale Körpertemperatur zwischen 38,0 und 39,0 Grad Celsius (im Rektum gemessen). Temperaturanstiege auf über 39,7 Grad Celsius können als Fieber eingestuft werden und sollten tierärztlich untersucht werden.

Ursachen von Hunde-Schnupfen

Wie bei Menschen können eine laufende Nase, Niesen und andere Schnupfensymptome bei Hunden verschiedene Ursachen haben:

AUFREGUNG ODER NERVOSITÄT

Bei Aufregung oder Nervosität ist es keine Seltenheit und in der Regel nicht weiter besorgniserregend, wenn Hunden vorübergehend klarer, dünnflüssiger Schleim aus der Nase tropft. Anders als bei beispielsweise infektions- oder allergiebedingtem Schnupfen ist dies typischerweise nicht von Niesen oder anderen Symptomen begleitet, und die Nase bleibt trocken sobald sich der Hund wieder beruhigt und entspannt.

VORÜBERGEHENDE REIZUNGEN

Reizstoffe in der unmittelbaren Umgebung des Hundes können die Nasenschleimhäute irritieren und beispielsweise zu Niesen führen. Dazu gehören:

  • Putzmittel,
  • Parfums,
  • Duftkerzen,
  • Zigarettenrauch,
  • Haarspray,
  • Neue Einrichtungsgegenstände mit hohem Textilanteil, wie beispielsweise Teppiche, Kissen oder Polstermöbel.

Auch wenn durch Reizstoffe bedingte Schnupfensymptome in der Regel nur kurzfristig und eher harmlos sind, ist hier Vorsicht im Umgang geboten, um nicht etwa eine Chronifizierung der Symptome in Form einer Allergie zu provozieren. Ein direktes Aussetzen der Hundenase mit Reizstoffen sollte daher sofern möglich vermieden werden.

INFEKTIONEN

Viren, Bakterien, Pilze oder Parasiten wie Nasenmilben können bei Hunden Schnupfen auslösen. Viren sind wie bei Menschen die wohl häufigste Ursache für einen infektiösen Schnupfen. Besonders in der kalten Jahreszeit, sind sowohl Hunde als auch Menschen durch eine Ansteckung mit Schnupfenviren gefährdet. Während infektiöser Schnupfen bei Menschen jedoch in der Regel eine harmlose Erkrankung darstellt, die oft problemlos zu Hause und ohne weitere ärztliche Betreuung auskuriert werden kann, sollten Hunde bei einem Erkältungsschnupfen immer dem Tierarzt vorgestellt werden, um Komplikationen zu vermeiden. Des Weiteren sollten sich Besitzer darüber bewusst sein, dass sich die Viren, die bei Hunden Schnupfen auslösen, in der Regel von menschlichen Schnupfenviren unterscheiden. Eine Übertragung vom Menschen auf den Hund oder umgekehrt ist daher unwahrscheinlich.

ALLERGIEN

Allergien sind unter Hunden keine Seltenheit – ganz im Gegenteil. In den USA wird angenommen, dass etwa 20 Prozent der Hunde unter Allergien leiden. Häufige Allergene sind – ähnlich wie bei Menschen: Pollen von Bäumen und Gräsern, Schimmelsporen, Staub und Hausstaubmilben bzw. deren Exkremente, Hautschuppen, Federn, Zigarettenrauch, Futterbestandteile aus Fleisch und Zusatzprodukten (beispielsweise Rind, Huhn, Schwein, Mais, Weizen und Soja), Medikamente, Flöhe und Zecken, Parfum, Reinigungsmittel, Textilien, Shampoos, Gummi und Plastikmaterialien. Die Auslöser können ganzjährig oder nur zu bestimmten Jahreszeiten allergische Symptome auslösen, zu denen neben chronischem Niesen oder einer dauernd laufenden Nase typischerweise auch die folgenden Anzeichen gehören können:

  • Auf den Pfoten kauen (da der Hund dort Drüsen hat, die sich bei Allergien entzünden können);
  • Kratzen, Lecken und Beißen an verschiedenen Körperstellen;
  • Wiederkehrende Ohreninfektionen;
  • Haarverlust oder Hot-Spots (juckende Stellen auf der Haut);
  • Husten und Giemen;
  • Rote Augen oder relativ starker Augenausfluss;
  • Reiben der Augen auf Teppichen, Kissen oder auf dem Sofa;
  • Erbrechen und Durchfall.

Mit zunehmendem Alter können sich diese Symptome bei Hunden mit Allergien verstärken.

FREMDKÖRPER

Wenn bei Hunden Fremdkörper in die Nase geraten ist das sehr ernst zu nehmen, da neben Schnupfensymptomen eine chronische Reizung der Nasenschleimhäute zu zahlreichen Komplikationen führen kann. Besitzer sollten daher vorsichtig sein, wenn Hunde beispielsweise in Wiesen, Feldern oder im Wald frei umherlaufen oder spielen, da beispielsweise Körner aus Gräsern und Ähren aufgrund ihrer Größe hier unter Umständen gefährlich werden können. Es kann vorkommen, dass solche Fremdkörper operativ entfernt werden müssen.

TUMOREN

Gut- und bösartige Tumoren im Bereich der Nase oder der oberen Atemwege können bei Hunden ebenfalls Schnupfensymptome auslösen. Häufig führen Tumoren – insbesondere wenn sie bösartig sind – auch zu teilweise schwerem Nasenbluten oder Blutbeimengungen im Nasensekret. 

WEGENER GRANULOMATOSE

Die Wegener Granulomatose ist eine relativ seltene entzündliche Erkrankung der Blutgefäße (Vaskulitis) und betrifft neben Gefäßen der Nase typischerweise auch die von zahlreichen anderen Organen. So kann es im Zusammenhang mit dieser ernsten und meist tödlich verlaufenden Erkrankung zu blutigem Schnupfen, chronischem Nierenversagen oder Gelenkzerstörungen kommen.

Was tun, wenn der Hund Schnupfen hat?

Anders als beim Menschen sollte Schnupfen bei Hunden immer ernst genommen werden und zu einem Besuch beim Tierarzt führen – vor allem dann wenn es sich bei dem Tier noch um einen Welpen im Alter von unter 12 Monaten oder einen erst kürzlich adoptierten Hund handelt. Hundebesitzer sollten neben der Berücksichtigung von Hausmitteln und Allgemeinmaßnahmen die Anweisungen des Tierarztes befolgen und gegebenenfalls die zur Behandlung des Schnupfens verschriebenen Medikamente verabreichen. Erfahrene Besitzer von erwachsenen Hunden können ihren Vierbeiner auch direkt zu Hause behandeln, aber nur wenn sie sich relativ sicher sind, dass es sich um eine selbstlimitierende Erkrankung handelt, die innerhalb von ein bis zwei Tagen wieder ausgeheilt sein wird.

HAUSMITTEL BEI INFEKTIÖSEM SCHNUPFEN

Es gibt einige Hausmittel, die einem erkälteten Vierbeiner bei Schnupfenbeschwerden Linderung bringen können. Dazu gehören – ähnlich wie beim Menschen:

  • Viel Flüssigkeit: Sicherstellen dass der Hund den Tag über genug Wasser zur Verfügung hat und eventuell zusätzlich das Futter mit Wasser anreichern, um die Flüssigkeitsaufnahme noch mehr zu steigern;
  • Körperliche Schonung: Ein verschnupfter Hund sollte sich nicht überanstrengen – Spaziergänge daher auf ein Minimum beschränken und wildes Spielen oder Rennen ganz vermeiden. Statt dessen dem Hund viel Ruhe und Schlaf in stressarmen und warmen Umgebungen gönnen;
  • Trocken halten: Auf Spaziergänge im Regen oder Baden sollte während eines Schnupfens am Besten ganz verzichtet werden;
  • Hohe Luftfeuchtigkeit: Mit einem Luftbefeuchter oder auch einfach durch das Ablegen von feuchten Handtücher auf der Heizung oder dem Trocknen von Wäsche in der Wohnung die Luftfeuchtigkeit in den Wohnräumen erhöhen.
  • Viele Nährstoffe: Dem Hund hochwertige und proteinreiche Nahrung anbieten;
  • Fenchelhonig: Kann im Trinkwasser aufgelöst oder unter das Futter gemischt werden – Vorsicht bei Welpen: Nur erwachsene Hunde sollten Honig bekommen!
  • Nasenpflege: Verkrustungen mit lauwarmer Kochsalzlösung entfernen; Nase vorsichtig mit spezieller Hundepflegecreme (z.B. mit Sheabutter, Mandel- oder Jojobaöl, Vitamin E) oder mit Vaseline einreiben; den Hund ausreichend Wasser trinken lassen, um Hautrockenheit vorzubeugen.

HAUSMITTEL BEI ALLERGISCHEM SCHNUPFEN

Besitzer von Hunden mit Allergien sollten ihr Tier möglichst vom auslösenden Allergen fern halten. Das setzt zunächst einmal voraus, dass die Allergie durch einen Tierarzt festgestellt wurde und der oder die Auslöser der allergischen Beschwerden identifiziert worden sind. Je nach zugrunde liegender Allergie können sinnvoll sein:

  • Bestimmte Nahrungsmittel vom Hundespeiseplan streichen,
  • Wer einen Garten hat sollte den Rasen kurz halten und den Hund beim Rasenmähen im Haus halten,
  • In der entsprechenden Pollenflug-Saison Spaziergänge auf ein Minimum reduzieren,
  • Beim Staubsaugen oder -wischen den Hund nicht im selben Raum sein lassen,
  • Zigarettenrauchen am besten ganz aufgeben – zumindest aber nicht in den Wohnräumen rauchen,
  • Regelmäßiges Baden, um Allergene vom Fell zu entfernen. 

Speziell bei Hausstaubmilben-Allergie können folgende Maßnahmen zur Reduktion der Allergen-Belastung in der direkten Umgebung des Hundes gegebenenfalls in Frage kommen:

  • Staubfänger wie beispielsweise Teppiche, Kissen oder bestimmte Dekorationsobjekte in den Wohnräumen wenn möglich reduzieren;
  • Wohnräume möglichst staubfrei halten: Zum Beispiel Teppichböden, Sofas oder andere Einrichtungsgegenstände mit Textilfasern mindestens ein Mal pro Woche absaugen (am besten mit einem Staubsauger, der auch Feinpartikelstaub aufsaugen kann); glatte Böden mindestens ein Mal pro Woche feucht wischen; Vorhänge durch Rollos ersetzen, regelmäßig waschen oder den Zugang des Hundes zu Räumen mit Vorhängen minimieren;
  • Das Raumklima möglichst trocken (Luftfeuchtigkeit nicht über 55%) und kühl (Temperatur nicht über 21 Grad Celsius) halten, da Hausstaubmilben feucht-warmes Klima bevorzugen;
  • Die Schlafstelle des Hundes möglichst nicht im Keller und/oder auf Betonboden platzieren, da beide Faktoren Feuchtigkeitsansammlungen begünstigen könnten;
  • Das Schlaf-/ Ruhekissen des Hundes – sofern es das Material zulässt – regelmäßig (zum Beispiel ein Mal die Woche) heiß waschen oder ein Schlafkissen besorgen, bei dem regelmäßig heißes Waschen möglich ist;
  • Das Schlaf-/ Ruhekissen des Hundes mit einem reiß- und wasserfesten, heiß-waschbaren Stoff beziehen (zum Beispiel Polyester mit Polyurethan Beschichtung);
  • Ein Schlaf-/ Ruhekissen für den Hund wählen, das mit Polyester-Fasern gefüllt ist statt beispielsweise Federn;
  • Hundespielzeuge aus Stoff oder mit Stoffanteil (zum Beispiel Kuscheltiere, mit Stoff bezogene Wurfspielzeuge, etc.) durch Spielzeuge aus nicht-staubfangenden Materialien ersetzen (zum Beispiel Kunststoff, Gummi) und Spielzeug regelmäßig reinigen.

 Des Weiteren können sich Besitzer von allergischen Hunden beim Tierarzt über folgende Möglichkeiten informieren:

  • Durchführung einer Hyposensibilisierungs-Therapie (spezifische Immuntherapie) für den Hund,
  • Verschreibung von Antihistaminika zur akuten Symptomentlastung,
  • Empfehlung von Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren in geeigneter Dosierung als Nahrungszusatz, da diese Stoffe unter Umständen dabei helfen können die allergische Reaktion des Hundes zu reduzieren,
  • Empfehlung von hypoallergener Hundenahrung.

HOMÖOPATHIE

Die Verwendung von homöopathischen Wirkstoffen kann bei Hunden mit infektions- oder allergiebedingtem Schnupfen sinnvoll sein. Dabei sollte die Auswahl des Wirkstoffs gegebenenfalls mit der Hilfe eines auf dem Gebiet erfahrenen Tierarztes auf die individuellen Symptome des Tieres abgestimmt werden.

VORGEHEN BEI NASENBLUTEN

Nasenbluten kann bei Hunden durch äußere (zum Beispiel Stürze) und innere (zum Beispiel Schnupfen und andere Erkrankungen) hervorgerufen werden und ist in der Regel ein ernstzunehmendes Symptom. Nur wenn das Nasenbluten erstmalig und ohne erkennbare äußere Ursache aufgetreten ist (also beispielsweise kurzfristiges und sofort stillbares Nasenbluten bei Schnupfen) ist ein Tierarztbesuch nicht unbedingt notwendig (siehe Abbildung). Tritt Nasenbluten bei Schnupfen jedoch wiederholt auf oder ist die Blutung über mehrere Minuten nicht stillbar sollte der Hund umgehend zu einem Tierarzt oder in eine Tierklinik gebracht werden.

Nasenbluten beim Hund

Wie lange dauert akuter Schnupfen bei Hunden?

Das hängt vor allem von drei Dingen ab: Der genauen Ursache, den Abwehrfähigkeiten des kranken Hundes und der Behandlung. Von wenigen Tagen bis mehreren Wochen ist alles möglich. Da jeder (akute) Hundeschnupfen immer – schon zu Beginn der Erkrankung – in die Behandlung eines Tierarztes gehört, können sich Hundebesitzer dort eine ungefähre Einschätzung zur erwarteten Erkrankungsdauer holen. Außerdem sollte besprochen werden wann (z.B. geplante Kontrolluntersuchung in schwereren Fällen) oder unter welchen Bedingungen (z.B. wenn die Symptome auch nach Abschluss einer vom Tierarzt verordneten Behandlung nicht deutlich besser werden) der Hund das nächste Mal zur Folgeuntersuchung bzw. -behandlung vorbeigebracht werden sollte. Wenn sich die Symptome deutlich verschlechtern oder wenn grundsätzliche Sorge besteht (schlechtes “Bauchgefühl”), sind Hundebesitzer darüber hinaus in der Regel immer gut beraten ihren Hund nochmals zum Tierarzt zu bringen – das gilt selbstverständlich insbesondere und umgehend in Notfallsituationen (z.B. Atemnot, unstillbares Nasenbluten).

Dauer von Hundeschnupfen

KRANKMACHENDE EIGENSCHAFTEN DES ERREGERS

Wie beim Menschen können viele verschiedene Krankheitserreger akuten Schnupfen bei Hunden auslösen – hunderte von Viren und dutzende von Bakterien, Pilzen und Parasiten gehören in die lange Liste der möglichen Übeltäter. Die Krankheitserreger unterscheiden sich mitunter stark in ihrer Fähigkeit einen Hund krank machen zu können (Pathogenität). Zum Beispiel: Manche Viren lösen bei ansonsten gesunden Tieren nicht viel mehr aus, als eine leicht laufende Nase – solche Erkrankungen können, ähnlich wie eine Erkältung mit Schnupfen beim Menschen, schon nach ein paar Tagen ausgestanden sein. Andere Erreger, wie beispielsweise bestimmte Parasiten können dagegen zu einer schweren Krankheit führen – hier ist Schnupfen oft das weniger problematische unter vielen Symptomen (z.B. Fieber, starke Abgeschlagenheit, Atemnot) und der Genesungsprozess kann sich dementsprechend auch bei ansonsten gesunden Hunden ggf. länger hinziehen.

ABWEHRFÄHIGKEIT DES ERKRANKTEN HUNDES

Was aber wenn der Hund nicht “ansonsten gesund” ist oder wenn das Tier schon älter, noch ein Welpe oder aus anderen Gründen geschwächt ist? In diesen Fällen kann die schlechte Abwehrlage des Hundes dazu führen, dass der Schnupfen relativ langsamer abheilt, oder dass Komplikationen auftreten. Fitte, gut ernährte und ausgeruhte Tiere haben dagegen bei einem Schnupfen vergleichsweise bessere Chancen schnell wieder auf die Pfoten zu kommen.

BEHANDLUNGSVERLAUF

Dieser die Schnupfendauer beeinflussende Faktor ist so offensichtlich, dass er oft vollkommen vergessen wird. Der Behandlungsverlauf spielt aber oft ebenfalls eine große Rolle wenn es darum geht, ob ein Hund eher kurz oder eher lang von einem Schnupfen geplagt wird – vor allem bei schwereren Fällen, in denen es ganz besonders auf die richtige Therapie der Erkrankung ankommt. Hunde denen beispielsweise keine ausreichende Gelegenheit zu Ruhe und körperlicher Schonung gegeben wird, Hunde die aufgrund einer falschen Diagnose falsch behandelt werden oder Hunde bei denen infolge der Erkrankung Komplikationen aufgetreten sind, werden in der Regel vergleichsweise länger an ihrem Schnupfen zu leiden haben. Läuft dagegen bei der Behandlung alles glatt, ist in den meisten Fällen auch die Schnupfendauer kürzer.

Schnupfen bei Straßenhunden

Allein in Südeuropa leben Schätzungen zufolge mehrere Millionen Hunde auf der Straße. Ihnen mangelt es an Futter, Liebe, Schutz, Pflege und medizinischer Versorgung. Wer einem Streuner ein liebevolles zu Hause mit eigenem Körbchen und allem drum und dran gibt erhöht daher die Chancen des Hundes auf ein langes, glückliches und auch gesundes Leben enorm. Die Ankunft im schönen neuen Daheim könnte das herrlichste Happy End a la Susi und Strolch sein, gäbe es da nicht oft noch ein paar mitgebrachte Schwierigkeiten aus dem alten Leben des neuen Familienmitglieds zu überwinden. Vor allem zwei Probleme sorgen dafür, dass sich Sorgenfalten in die Stirn der Neubesitzer ehemals obdachloser Vierbeiner graben: Verhaltensauffälligkeiten und Gesundheitsstörungen. Während erfahrene Hundefreunde Ersteres oft mit etwas Geduld, guter Erziehung und viel Liebe relativ gut selbst unter Kontrolle bringen können, kann letzteres Problem ohne die professionelle Unterstützung durch einen Tierarzt in der Regel nicht gelöst werden. Straßenhunde leiden nämlich relativ häufig an schweren chronischen Infektionen (z.B. durch Bakterien, Parasiten und Pilze) und anderen Krankheiten, die beispielsweise auf schlechte Ernährung, fehlende Impfungen, Unfälle oder Misshandlungen zurückzuführen sind. Wenn ein kürzlich adoptierter Straßenhund Schnupfen bekommt, erklingen beim Tierarzt daher meistens ein paar mehr Alarmglocken als bei Tieren, die nie die sprichwörtlich harte Seite des Hundelebens kennenlernen mussten. Oft ist dann auch eine relativ langwierige Behandlung notwendig, die sowohl das Tier als auch seine Menschen anstrengen und beunruhigen kann – dazu kann beispielsweise bei bakteriellen Infektionen der Atemwege die Gabe von Antibiotika gehören. Wichtig ist, dass alle Hunde mit Schnupfen immer in tierärztliche Behandlung gehören – allen voran ehemalige Straßenhunde, bei denen die Therapie dann oft auch relativ kompliziert und nicht ganz einfach sein kann. 




25 Kommentare zu “Schnupfen beim Hund”

  1. Guten Tag,
    eine kurze Frage. Wir haben 2 Hunde, einen Labrador (10 Monate) und einen Golden Retriever (15 Monate). Beides Hündinnen. BEIDE niesen den ganzen Tag über, seit ca 3 Tagen. Wir gebeb Fenchelhonig, ist das ok?. Was können wir sonst noch machen? Was könnte das sein?.
    Vielen Dank für Ihre Antwort.

    Liebe Grüsse

    K.E.

    • Dr. Jörg Schweikart:

      Niesen kann bei Hunden generell sehr viele Ursachen haben – siehe auch weitere allgemeine Informationen in unserem Artikel Niesen beim Hund. An dieser Stelle können diese Ursachen im individuellen Fall allerdings nicht weiter eingegrenzt werden – Ferndiagnosen sind weder möglich noch erlaubt. Im Allgemeinen gilt, dass Schnupfen oder unklare Symptome wie auffällig häufiges Niesen beim Hund immer ernst genommen und von einem Tierarzt untersucht werden sollten. Nur so kann den Auslösern für Krankheitsanzeichen auf den Grund gegangen und die weitere Behandlung geplant werden. Fenchelhonig – im Trinkwasser aufgelöst oder unter das Futter gemischt – kann im Allgemeinen zwar als Hausmittel zur Unterstützung der Behandlung von Hunden, die aufgrund einer Infektion an Schnupfen leiden, in Frage kommen (vorausgesetzt es liegen keine Allergien oder andere Gegenanzeigen vor und die Hunde sind ausgewachsen – Vorsicht daher bei Welpen). In vielen Fällen sind aber auch weitere oder ganz andere Behandlungsmittel und -maßnahmen notwendig – auch das hängt grundsätzlich von der genauen Ursache der Symptome (z.B. Infektionen mit Viren, Bakterien, Pilzen oder Parasiten; chronische Erkrankungen, Reizstoffe oder Allergieauslöser in der Umgebung; u.v.m.) sowie individuellen Eigenschaften der kranken Tiere ab und kann daher nur von einem Tierarzt anhand entsprechender Untersuchungen beurteilt werden. Viele Grüße und herzlichen Dank für Ihren Kommentar.

  2. Hallo unser hund atmet seid gestern sehr schnell es ist über den Tag drei mal passiert das sie aufsteht von ihrem Körbchen und loslaeuft und kann komisch klingt heute war es auch wie so ein pfeifen zu dem schleckt sie sich ständig an der Nase obwohl da nichts zu erkennen ist kennt sie da jemand aus unserer hund ist pekinese und 7 Jahre alt

    • Dr. Jörg Schweikart:

      Hallo und vielen Dank für den Beitrag. Generell gilt, dass die Ursachen von Symptomen wie Schnupfen oder Atemproblemen beim Hund nur durch eine Untersuchung beim Tierarzt abgeklärt werden können – eine Ferndiagnose ist nicht möglich und nicht gestattet. Neben den Informationen im oben stehenden Artikel finden Sie außerdem ein paar weitere interessante allgemeine Hinweise in unserem Artikel Niesen beim Hund.

  3. Hallo. Mir ist heute aufgefallen das mein Hund (Aussi) relativ ruhig ist und am Nachmittag hat seine Nase leicht zu laufen angefangen. Er dürfte eine leichte Erkältung bekommen haben. Jetzt meine Frage: Kann ich Ihn denn zur Sicherheit auch einen Hustensaft verabreichen (caniPulmin)?

    • Dr. Jörg Schweikart:

      Hunde haben über 220 Millionen Geruchsrezeptoren in der Nase – Schnupfen kann daher bei Hunden eine besonders unangenehme Sache sein. Allgemein gilt, dass Hunde mit laufender Nase besser immer direkt zum Tierarzt sollten – nur so kann eine genaue Diagnose gefunden und gezielte Behandlungsempfehlungen gegeben werden (aus der Ferne ist dies weder erlaubt noch möglich). Generell ist es auch empfehlenswert die Verabreichung von Ergänzungsfuttermitteln (z.B. zur Unterstützung des Atmungsapparates) oder gar Medikamenten vorher kurz mit dem Tierarzt zu besprechen. Wichtig ist, dass Besitzer darauf achten sollten immer nur ausdrücklich für Hunde (ggf. auch mit Beachtung von Einschränkungen zum Alter oder zur Rasse des Tiers) ausgewiesene Präparate zu verwenden (nicht etwa solche für andere Tiere oder Menschen) und sich – sofern mit dem Tierarzt nicht ausdrücklich anders besprochen – an die Hinweise in der Packungsbeilage (Verwendungszweck, Anwendung, Gegenanzeigen, Hinweise zu Allergien, etc.) zu halten.

  4. Hallo! Unser Hund ist ein Jahr alt und ein italienischer Straßenhund. Als wir sie vor ein paar Monaten bekammen hatte sie eine Erkältung. Sie würde 3 Wochen lang mit Antibiotika behandelt und einer zusätzlichen Wurmkur. Sie war sehr schlapp danach aber der Schnupfen lies nach und eine Woche nach der Behandlung war sie wieder fit. Nun, fangt alles von vorne an. Ihre Nase “blubbert” wenn sie atmet und sie versucht ihren Kopf beim schlafen möglichst hoch zu legen. Irgendwann springt sie plötzlich auf und röchelt. Dieses mal viel schlimmer. Über das Wochenende würde es so akut. Wir konnten heute Nacht nicht schlafen weil sie ständig so hustet/röchelte. Ich möchte sie so ungern wieder3 Wochen lang mit Antibiotika vollpumprn. Ich habe nur Angst, dass sie keine Luft bekommt! Der Tierarzt vermutete eine obere Atemwegs Infektion weil sie oft Husten musste wenn sie anfing an der Leine zu ziehen. Leider passierte in der Praxis nicht und so wurde auf Verdacht behandelt. Sollte ich mal einen anderen Tierarzt aufsuchen?

    • Dr. Jörg Schweikart:

      Allein in Italien leben Schätzungen zufolge über eine Millionen Hunde auf der Straße. Ihnen mangelt es an Futter, Liebe, Schutz, Pflege und medizinischer Versorgung. Wer einem Streuner ein liebevolles zu Hause mit eigenem Körbchen und allem drum und dran gibt erhöht daher die Chancen des Hundes auf ein langes, glückliches und auch gesundes Leben enorm. Die Ankunft im schönen neuen Daheim könnte das herrlichste Happy End a la Susi und Strolch sein, gäbe es da nicht oft noch ein paar mitgebrachte Schwierigkeiten aus dem alten Leben des neuen Familienmitglieds zu überwinden. Vor allem zwei Probleme sorgen dafür, dass sich Sorgenfalten in die Stirn der Neubesitzer ehemals obdachloser Vierbeiner graben: Verhaltensauffälligkeiten und Gesundheitsstörungen. Während erfahrene Hundefreunde Ersteres oft mit etwas Geduld, guter Erziehung und viel Liebe relativ gut selbst unter Kontrolle bringen können, kann letzteres Problem ohne die professionelle Unterstützung durch einen Tierarzt in der Regel nicht gelöst werden. Straßenhunde leiden nämlich relativ häufig an schweren chronischen Infektionen (z.B. durch Bakterien, Parasiten und Pilze) und anderen Krankheiten, die beispielsweise auf schlechte Ernährung, fehlende Impfungen, Unfälle oder Misshandlungen zurückzuführen sind. Wenn ein kürzlich adoptierter Straßenhund Schnupfen bekommt, erklingen beim Tierarzt daher meistens ein paar mehr Alarmglocken als bei Tieren, die nie die sprichwörtlich harte Seite des Hundelebens kennenlernen mussten. Oft ist dann auch eine relativ langwierige Behandlung notwendig, die sowohl das Tier als auch seine Menschen anstrengen und beunruhigen kann – dazu kann beispielsweise bei bakteriellen Infektionen der Atemwege auch die Gabe von Antibiotika gehören. Welche Behandlung in Ihrem speziellen Fall Sinn macht hängt von den genauen Ursachen der Erkrankung Ihres Hundes ab. Die kann und darf ich aus der Ferne natürlich nicht beurteilen. Im Allgemeinen gilt aber, dass alle Hunde mit Schnupfen immer in tierärztliche Behandlung gehören – allen voran ehemalige Straßenhunde, bei denen die Therapie dann oft auch relativ kompliziert und nicht ganz einfach sein kann. Gerade bei ernsteren und langwierigen Erkrankungen hat grundsätzlich jeder Patient – auch der tierische – selbstverständlich ein Recht auf eine zweite ärztliche Meinung. Oft gibt es nämlich auch gar nicht die eine “richtige” Behandlung und zwei Paar Augen sehen meistens mehr als eins. Ob es immer sinnvoll ist eine zweite Meinung einzuholen ist dagegen eine andere Frage. Es ist nämlich natürlich nicht auszuschließen, dass der zweite Tierarzt zum selben Ergebnis wie der erste kommt. Generell gilt also, schaden kann eine zweite ärztliche Meinung meistens nicht – außer vielleicht dem Geldbeutel. Ob sie nutzt weiß man immer erst hinterher.

  5. Guten Tag,
    ich habe Ihre Kommentare aufmerksam gelesen, aber nix trifft auf unseren Hund zu. Es ist ein elf Jahre altes Tibet-Terrier-Mischlings-Weibchen (ca. 19 KG). Am Dienstag vor einer Woche fing alles mit einem eiergroßen angeschwollenem linken
    Lymphknoten an. Mit zwei Antibiotika Spritzen und einer anschliessenden Antibiotika Kur konnte diese Entzündung recht schnell zurück gedrängt werden. Allerdings hatte der Hund am Folgetag, also am Mittwoch, keinen angeschwollenen Lymphknoten, aber dafür einen Schnupfen. Eine stark verschnupfte Nase. Er ist kraftlos und schlapp, der Schwanz hängt unten und der Rücken ist nach oben gewölbt. Der Stuhlgang und Urin sind vollkommen normal. Die Temperatur bei knapp 39 Grad.

    Am Wochenende ließen wir den Hund, da er noch nie krank war in den letzten elf Jahren, nochmals in einer kleinen Klinik röntgen und die Blutwerte überprüfen. Alles hat sich zum Sonntag von den Blutwerten her positiv entwickelt. Nur die roten Blutkörper sind unter dem normalen Wert. Aus der Klinik ist er dann mit uns super gelaunt wieder nach Hause gefahren. Aber dem Hund geht es nun am sechsten Tag seines Hundeschnupfens nicht deutlich besser. Er soll insgesamt neun Tage die Antibiotika Tabletten morgens und abends bekommen.

    Nun meine Frage. Wie lange kann denn so ein Hundeschnupfen dauern. Wir machen uns große Sorgen, da der Hund so leblos und apathisch ist. Er nimmt nun alles komplett gelassen und liegt nur noch auf seiner Hundedecke. Sollen wir ihm und der Erkältung einfach mehr Zeit einräumen zur Genesung und den von Ihnen beschriebenen Fenchelhonig in das Trinkwasser tun. Wie können wir dem Hund beim Schnauben helfen oder Verkrustungen entfernen? Was hilft überhaupt?

    Ich danke Ihnen vielmals für eine Antwort, auch wenn eine Ferndiagnose nicht möglich ist.

    • Dr. Jörg Schweikart:

      Lieben Dank für Ihren Kommentar. Wie lange Schnupfen bei Hunden dauert hängt im Allgemeinen von drei Dingen ab: Der genauen Ursache, den Abwehrfähigkeiten des kranken Hundes und der Behandlung. Da eine Ferndiagnose nicht möglich ist, lässt sich daher dazu im individuellen Fall keine sinnvolle Aussage machen. Ein paar neu hinzugefügte, allgemeine Hinweise zu den von Ihnen angesprochenen Themen finden Sie aber im Artikel: Neuer Abschnitt zum Thema “Wie lange dauert akuter Schnupfen bei Hunden” und Tipps zur Nasenpflege bei Hunden mit Schnupfen im Abschnitt “Was tun, wenn der Hund Schnupfen hat”. Viele liebe Grüße!

    • Bei uns hat sich die Sache mit der Erkältung geklärt. Der Hund hat wohl alles auf einmal bekommen. Neben der Erkältung gab es noch einen Bandscheibenvorfall, weswegen er sich nicht mehr von der Decke rühren wollte. Scheinbar hatte er große Schmerzen dort. Eine Röntgenuntersuchung beim Tierarzt und fachkundige Abtastung beim Hund brachte das Ergebnis. Nun geht es dem Hund besser, die Erkältung ist weg … Der mehrfache Besuch beim Tierarzt war unumgänglich, um das gesamte Krankheitsbild aufdecken zu können.

  6. Mein Hund ist seit etwa 3 Monate verschnupft. Speziell am Morgen muss Sie viel Niesen und die Nase ist verstopft, Sie Röchelt und muss manchmal Husten. Es kommen allerdings keine Sekrete aus der Nase oder dem Mund. Sie ist schon über 14 Jahre alt, ist sonst aber noch fit und munter. Seit 3 Tage wird es insbesondere am Morgen viel schlimmer, die Nase scheint immer mehr sich zu verstopfen.
    Was tun?

    • Dr. Jörg Schweikart:

      Hallo und vielen herzlichen Dank für den Kommentar. Unser neuer Artikel „Niesen beim Hund“ könnte ein paar weitere interessante Informationen für Sie enthalten. Eine individuelle Ferndiagnose bzw. –beratung ist natürlich nicht möglich. Schnupfen bei Hunden sollte, wie oben unter „Was tun, wenn der Hund Schnupfen hat?“ beschrieben, immer ernst genommen und zu einem Besuch beim Tierarzt führen. Dort können die Ursachen für die Symptome und die weitere Behandlung am besten abgeklärt werden. Viele Grüße!

  7. Hallo,mein 3jähriger spanischer Mix (Labrador/ Jagthund)niest seit einigen Tagen sehr oft,ist es ernst zunehmen?

    • Dr. Jörg Schweikart:

      Herzlichen Dank für Ihren Beitrag. Hier finden Sie einen neuen Artikel zum Thema „Niesen beim Hund“, der interessante Informationen für Sie enthalten könnte. Aus der Ferne ist es natürlich nicht möglich eine individuelle Diagnose bzw. Einschätzung zu machen. Liebe Grüße!

  8. Unser Hund ist 7 Jahre alt und war bisher immer gesund. Seit dem die Bäume zu blühen beginnen bekommt er bei guten Wetter Beschwerden, die einhergehen mit schnupfen, allgemeine körperliche Schwaäche, leichter Gewichtsabnahme sowie dickem weißen Ausfluss aus der Nase und geröteten Bindehäuten und tränenden Augen.Die Beschwerden sind hauptsächlich draußen.Ich befürchte er hat eine allergische Raktion auf Pollen und Gräser. Was kann ich tun?

    • Dr. Jörg Schweikart:

      Hallo und vielen Dank für Ihre Anfrage – Eine Ferndiagnose ist natürlich nicht möglich, aber Sie sprechen ein wichtiges Thema an. Wir haben einen neuen Artikel über „Heuschnupfen beim Hund“ gestaltet, der Sie interessieren könnte.

  9. Hallo,
    Wir haben seit drei Wochen eine Hündin aus Rumänien. Die Maus neigt dazu bei Aufregung gut zu sabbern ansonsten ist uns nur aufgefallen das beim schlafen häufig die Nase läuft,auch mehrfach am Tag zu den unterschiedlichsten Situationen und Zeiten.Der Ausfluss ist flüssig und klar. Ansonsten kein Augenreiben nur gelegentlich kratzen und knabbern, aber Nicht im übermass. Meine Frage wäre ob es auch normal sein kann das einem gesunden Hund öfters am Tag die Nase läuft.lg

    • Dr. Jörg Schweikart:

      Es ist zwar nicht ausgeschlossen, dass eine laufende Nase beim Hund auch mal eher harmlose Ursachen haben kann. Davon sollte aber im Normalfall zunächst nicht ausgegangen werden, da bei Hunden mit derartigen Symptomen oft auch ernst zu nehmende Erkrankungen zugrunde liegen können. Das gilt insbesondere auch für Hunde die erst kürzlich aus dem Ausland adoptiert wurden. Hunde mit Schnupfensymptomen gehören daher immer vom Tierarzt untersucht und ggf. behandelt – eine Ferndiagnose ist nicht möglich. Unter “Was tun, wenn der Hund Schnupfen hat?” in unserem Artikel „Schnupfen beim Hund“ (http://www.schnupfen.net/hund/) können Sie entsprechende Hinweise nochmal nachlesen – inklusive einer kleinen Ergänzung zum Thema kürzlich adoptierter Hund.

  10. marion bendixen:

    hallo, ich habe einen ca 7 jahre alten galgo espanol. vor ca 4 wochen hechelter er auffällig viel und seine nase tropfte. eines morgens war alles voll blut, nachttisch fußboden und bett, er hatte massives nasenbluten. bei meiner tierärztin bekam er ein pflanzlichen blutstiller und eine cortisonspritze. eine verletzung oder ähnliches war nicht zu sehen. sie schickte mich in die tierklinik, wo dann nach ca einer std die blutung stand. nach einem gerinnungstest, war klar das es sich um eine internistische sache handelt. die blutwerte waren schlecht..protein sehr hoch, alles andere viel zu niedrig. zuhause kanm es wieder zu blutungen aber nicht so massiv. er bekam dann nochmal antibiotika wärend ich aud das große blutbild und mittelmeercheck wartete. babesiose und leishmaniose positiv. momentan behandeln wir nur die babesien mit carbesia (zweite spritzw in einer woche) und es geht ihm gut soweit, ab und an hechelt er, aber sehr selten…meist abend kurz. was mir aber sorgen macht ist eine auffällig viel tropfende nase. kann das noch mit der regeneration des blutes zusammenhängen?

    • Dr. Jörg Schweikart:

      Eine Ferndiagnose ist – insbesondere bei schwerwiegenden und komplexen Gesundheitsstörungen – natürlich weder seriös möglich noch erlaubt. Allgemein lässt sich aber sagen: Babesiose und Leismaniose sind beides überaus ernstzunehmende Infektionskrankheiten des Hundes und erfordern eine umgehende Behandlung und Beratung sowie eine therapiebegleitende Verlaufskontrolle durch den Tierarzt. Bei allen Fragen, Sorgen und Unsicherheiten, die sich z.B. aus den Symptomen der Erkrankungen bzw. aus deren Behandlung ergeben, sollte daher immer zunächst der Tierarzt zu Rate gezogen werden. Eine blutig laufende Nase gehört zu den möglichen Symptomen bei einer Leishmaniose des Hundes – je nach Schweregrad sollte hier der Tierarzt ggf. auch notfallmäßig aufgesucht werden, um sich den Hund (nochmals) anzuschauen. Leishmanien sind eine Gattung mikrobieller Erreger, die durch den Stich bestimmter Insekten (in der Regel Sand- bzw. Schmetterlingsmücken) auf Hunde übertragen werden können, und sich über den Blutkreislauf im Körper und den Organen von infizierten Tieren ausbreiten. Sand- und Schmetterlingsmücken sind eher in wärmeren Breitengraden – in Europa vor allem im Mittelmeerraum – heimisch, weshalb die Erkrankung in Deutschland z.B. oft bei Hunden auftritt, die aus südlichen Ländern adoptiert wurden oder mit ihren Besitzern in entsprechende Regionen verreist waren. Es kann mitunter relativ lange dauern (u.U. mehrere Jahre!), bis ein mit Leishmanien infizierter Hund erste Symptome entwickelt. Auch wenn das Risiko als eher gering gilt ist zu beachten, dass die Übertragung der Erreger unter Umständen auch von einem an Leishmaniose erkrankten Hund auf den Menschen oder andere Tiere erfolgen kann (z.B. über Hautwunden). Typische Symptome sind neben Nasenbluten u.a. Abgeschlagenheit, Fieber, Durchfall, Appetitverlust, Lymphknotenschwellungen, Bauchschmerzen (u.a. aufgrund der Vergrößerung von Leber und Milz), Gelenkschmerzen oder Hautausschlag mit Haarausfall. Bei Hunden mit Leishmaniose kommt es vermutlich aufgrund von mehreren krankheitsbedingten Faktoren zum Symptom Nasenbluten. Dazu gehören u.A. Störungen der Blutplättchenfunktion (Thrombozytopathie) oder Geschwüre an der Nasenschleimhaut. Abschließend sei noch erwähnt: Hunde, die unter Leishmaniose oder Babesiose leiden können natürlich begleitend dazu auch an allen möglichen Schnupfenursachen erkranken (z.B. andere Infektionen bei allgemein geschwächter Immunlage).

  11. mein Collie ist 9 Jahre alt und hatte vor einer Woche erstmals Nasenbluten. Nach ca.15 Min. war es vorbei. Gestern hatte er nach kräftigen niesen erneut Nasenbluten. Ich habe die Blutung gestillt, doch nach einer Stunde brach sie wieder aus. Er geht sehr gerne aus, schnüffelt viel, und munter. Was kann das Problem sein? Das niesen und die Wärme?

    • Dr. Jörg Schweikart:

      Hallo Herr Mahler,

      Eine Diagnose aus der Ferne ist natürlich weder möglich noch erlaubt – ohne eine körperliche Untersuchung des Tieres kann die Ursache für das Nasenbluten daher nicht ermittelt werden. Hier aber ein paar allgemeine Hinweise und Informationen zu Nasenbluten bei Hunden. Allgemein gilt zunächst, dass Hunde mit wiederholt innerhalb von wenigen Tagen wieder aufgetretenem Nasenbluten dem Tierarzt vorgestellt werden sollten, um den Ursachen auf den Grund zu gehen und ggf. zeitnah eine Behandlung einleiten zu können. Bei langandauerndem bzw. über mehrere Minuten unstillbarem Nasenbluten ist es sogar empfehlenswert den Tierarzt schon beim ersten Vorkommen von Nasenbluten aufzusuchen (siehe auch Abbildung “Nasenbluten beim Hund” in diesem Artikel). Nasenbluten kann bei Hunden aus vielfältigen – von relativ harmlosen bis schwer gesundheitsbedrohlichen – Gründen auftreten. Dazu gehören u.a. heftiges Niesen, Fremdkörper (können z.B. beim draußen Herumstöbern und -schnüffeln aus Versehen in die Nasengänge geraten), andere äußere Einwirkungen wie Stürze oder Schlangenbisse, Infektionen, Tumoren oder auch Blutgerinnungsstörungen und Leukämie. In der Regel führt der Tierarzt zunächst eine körperliche Untersuchung durch und nimmt Blut ab, um z.B. nach Hinweisen für eine mögliche Anämie zu fahnden oder um zu untersuchen, ob die Zahl der Blutplättchen (Thrombozyten) reduziert ist. Weitere Untersuchen die bei Hunden mit Nasenbluten unter Umständen notwendig werden könnten sind u.a. endoskopische Untersuchen der Nasengänge, Urinanalysen, Knochenmarkspunktionen oder Röntgen- bzw. CT-Untersuchungen. Tierarztbesuche können sowohl für die betroffenen Hunde, aber auch für ihre Besitzer ein mitunter relativ großer Stressfaktor sein: “Was wenn es was Ernstes ist?”, “Welche Untersuchungen sind wirklich nötig und welche tun dem Tier am Ende unnötig weh?”, “Welche Kosten sind zu erwarten?” sind oft typische Fragen, die sich Hundebesitzer stellen. Erfahrungsgemäß ist es hilfreich sich alle notwendigen Untersuchungsmaßnahmen vom Tierarzt genau erklären zu lassen und auch bei weiteren Fragen, Entscheidungsschwierigkeiten und Sorgen immer ganz offen das Gespräch mit dem Experten zu suchen.

      Viele Grüße und Alles Gute für Sie und Ihren Hund,

  12. silvia kössner:

    mein hund ist allergisch auf haussaubmillben, derzeit sehr starker schnupfen und ausfluß aus der nase und niest auch oft hintereinander. gibts da nichts was ihm hilft aber nicht nur vorübergehend sondern für immer er ist erst 4 jahre mein ausi(zeno)erbitte um hilfe danke silvia kössner

    • Dr. Jörg Schweikart:

      Zusätzliche Informationen zu möglichen Maßnahmen bei Hunden mit der Diagnose Hausstaubmilben-Allergie haben wir unter HAUSMITTEL BEI ALLERGISCHEM SCHNUPFEN hinzugefügt. Verschnupfte Hunde sollten in der Regel immer zeitnah tierärztlich untersucht werden – selbst wenn die Diagnose Hausstaubmilben-Allergie bei dem Tier in der Vergangenheit bereits gesichert wurde. So kann ausgeschlossen werden, dass nicht andere oder weitere Ursachen für die Symptome verantwortlich sind.

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