Schnupfen Symptome

Rhinitis Verlauf 

Schnupfen Symptome

Schnupfen (Rhinitis) zeigt je nach Ursache und Verlauf unterschiedliche Symptome: akut, chronisch, Fließ-, Stock-, allergischer und vasomotorischer Schnupfen.

Leitsymptom des Schnupfens

Das Leitsymptom eines Schnupfens (griech. Rhinitis, lat. Coryza) ist die „laufende“ Nase, die je nach Ursache ein wässriges, schleimiges, durchsichtiges bis gelb-grünes Sekret produziert. Je nach Art und Verlauf kommen jedoch zahlreiche unterschiedliche Symptome und ggf. Komplikationen, oder Begleiterkrankungen hervor. Für die Behandlung von Schnupfen ist es wichtig, eine genaue Diagnose zu stellen. Dem wird insbesondere in der Naturheilkunde bzw. in der Homöopathie eine entscheidende Rolle beigemessen.

Phasen / Verlauf des akuten Schnupfens

Den Verlauf eines klassischen akuten Schnupfens kann man in mehrere Stadien unterteilen.

Trockenes Vorstadium des Schnupfens

Atemwegsinfekte sind unangenehm, doch meist harmlos

Atemwegsinfekte sind unangenehm, doch meist harmlos

Typischerweise gibt es zu Beginn ein sogenanntes trockenes Vorstadium. In diesem Stadium fängt es an, in der Nase zu brennen oder zu kitzeln. Dieses Kitzeln löst den bekannten Niesreiz aus. Je nach Abwehrlage kann es vorkommen, dass man zu frösteln beginnt und/oder sich ein Druckgefühl im Kopf breitmacht.

Fließschnupfen

Im darauf folgenden katarrhalischen Stadium fließt ein wässriges Schnupfensekret aus der Nase, auch Fließschnupfen genannt, und die Nasenschleimhaut schwillt an. In diesem Stadium ist die Nase aber oft noch nicht allzu sehr verstopft. Dafür leidet die äußere Nasenhaut umso mehr. Sie wird durch das Sekret und/oder das ständige Naseputzen ganz wund. Auch die Augen können anfangen, zu tränen. Und spätestens jetzt stellt sich oft auch ein allgemeines Krankheitsgefühl ein. Der Körper braucht Ruhe, die ihm viele nicht gönnen.

Schleimiges Stadium

Im weiteren Verlauf dickt das Sekret ein, und die Nase verstopft durch die geschwollene Schleimhaut und das schwer abfließende Sekret (schleimiges Stadium).

Stockschnupfen

Finden jetzt noch Bakterien auf der entzündeten Nasenschleimhaut einen Nährboden, so kommt es zu einem Stockschnupfen mit gelb(-grünem) eitrigen Sekret. Im Allgemeinen schränkt ein Schnupfen oft auch die Geruch- und Geschmacksfähigkeit ein.

Wer ein gutes Immunsystem besitzt, der ist relativ schnell wieder gesund. Ein akuter Schnupfen kann aber auch mit all den anderen bekannten Erkältungssymptomen einhergehen, wie Halsschmerzen, Kopf- und Gliederschmerzen, Husten, Heiserkeit, Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Fieber. Erwähnt sei hier auch, dass Schnupfen als ein begleitendes Symptom bei schwereren Infektionskrankheiten wie, Masern, Keuchhusten und Grippe auftreten kann und dass sich aus dem Schnupfen Komplikationen ergeben können.

Dauer akuter Schnupfen

Entgegen mancher landläufiger Meinung, dass „ein Schnupfen ohne Behandlung 7 Tage dauert und mit Behandlung eine Woche“, ist unsere Erfahrung, dass mit den richtigen naturheilkundlichen Mitteln, durchaus der Verlauf der Heilung beschleunigt und unterstützt sowie die Weiterentwicklung in eine Erkältung, oder einer schlimmeren Infektionskrankheit, wie eine Grippe, eingegrenzt oder gar verhindert werden kann.

Diagnose der Schnupfen-Symptome aus naturheilkundlicher Sicht

Aus naturheilkundlicher Sicht ist es daher sehr empfehlenswert, die Gesamtheit der Symptome genau und detailliert zu beobachten und dadurch das oder die passende(n) Mittel für eine Therapie besser wählen zu können.

Für diesen Zweck haben wir eine möglichst umfangreiche Zusammenstellung des Verlaufs, der Arten und Empfindungen des akuten Schnupfens aufgeführt. Dadurch kann sich der Betroffene anhand einer Checkliste ein besseres Symptombild machen.

Es sollte beachtet werden, dass akuter Schnupfen in unterschiedlichen Stadien verschiedene Symptome zeigen kann und mit verschiedenen Empfindungen einhergeht. Bis sich die eindeutigen Symptome zeigen, vergehen in der Regel einige Stunden. Manchmal kann dies sogar erst nach einigen Tagen geschehen. Zudem können sich die Symptome durch bestimmte Einflüsse oder in bestimmten Situationen verbessern oder verschlimmern. Interessant für den Therapeuten ist auch, wenn der Betroffene nicht in der Lage ist, die einzelnen Symptome zu benennen, bzw. sie nicht richtig wahrnehmen kann. Auch dies führt zu einer bestimmten Therapieempfehlung, insbesondere bei homöopathischer Behandlung. Besonders empfehlenswert ist bei solch einer verminderten Beobachtungsgabe, dass die Angehörigen des Schnupfen-Patienten die Liste der Symptome beschreiben und ergänzen. Nicht selten können Angehörige die Symptome von außen besser sehen und bezeichnen, als dies dem Betroffenen möglich ist.

Neben der genauen Unterscheidung des Verlaufs der akuten Rhinitis ist auch zu beachten, ob ein chronischer, allergischer (inklusive Heuschnupfen) oder vasomotorischer Schnupfen vorliegt und welche Ursachen Auslöser des Schnupfens sind. Denn diese Schnupfenarten müssen fast gänzlich anders behandelt werden.

Symptome beim akuten Schnupfen

Wer kennt ihn nicht, den gewöhnlichen – meist harmlosen – Erkältungsschnupfen, der sich mit einer „laufenden Nase“ einstellt und häufig nach einer Woche von alleine wieder verschwindet? Ihm geht in der Regel eine sogenannte trockene Phase voraus. Man fühlt sich krank, es brennt und kitzelt in Nase und Rachen, und man wird von einem mehr oder weniger starken Niesreiz geschüttelt. Nach diesem Stadium fängt die Nase an zu laufen, zunächst wässrig, später auch gelblich-grün, schleimig-eitrig und manchmal leicht blutig. Verursacher sind Viren, von denen es mehr als 200 verschiedene Typen gibt. In der Regel handelt es sich dabei jedoch um einen harmlosen Infekt. Ein akuter Schnupfen kann jedoch auch zusammen mit einer Erkältung auftreten, oder ein Anfangssymptom schwerwiegenderer Infektionskrankheiten, wie Masern, Keuchhusten oder Grippe sein.

Arten des akuten Schnupfens

Schnupfen

Typische Symptome

Fließschnupfen (akut)

  • Laufende Nase (wässrig fließender Schnupfen)
  • Dünne, wundmachende Absonderungen
  • Wunde Nasenlöcher und ggf. auch Oberlippe
  • Ggf. Brennen in den Nasenlöchern
  • Niesen
  • Lichtempfindlichkeit
  • Dumpfer, ziehender Stirnkopfschmerz
  • Tränenfluss

Stockschnupfen / Trockener Schnupfen

Festsitzender Schnupfen mit starker Schwellung der Nasenschleimhaut, bei dem die Nasenatmung sehr behindert ist.

  • Verstopfte Nase
  • häufig Kopfschmerzen
  • oft Druck an der Nasenwurzel
  • teilweise Niesattacken
  • geschwollene Nasenschleimhäute
  • zähes Sekret
  • Mund trocknet durch Mundatmung nachts aus
  • man bekommt nachts schwer Luft
  • häufiges Aufwachen nachts
  • oft Gereiztheit, Resignation und Dumpfheitsgefühl

Wechsel Stockschnupfen und Fließschnupfen

  • Morgens: Nase läuft in warmen Räumen
  • Abends/nachts: Beim Schlafen verschlossene Nase

Eitriger Schnupfen (akut)

Ein eitriger Schnupfen besteht aus abgestorbenen Körperzellen und den abgestorbenen Erregern. Die jeweilige Zusammensetzung bestimmt die Farbe des eitrigen Schnupfensekrets, die von gelb über gelb-grün bis hin zu grün reichen kann.

Gelber und grüner Schnupfen (akut)

Ein sogenannter gelber und grüner Schnupfen zählt auch zum akuten Schnupfen. Das gelbe bis grüne Sekret kann dabei aus der Nase, aber auch aus den Nasennebenhöhlen stammen. Die Ursache für ein gelbes bis grünes Schnupfensekret ist entgegen der landläufigen Meinung nicht unbedingt bakteriell. Vielmehr lässt dies meistens auf eine virale Infektion und ggf. auch auf eine bakterielle Infektion schließen (häufig in Kombination). Die Ursache kann durch eine Laboruntersuchung des Nasensekretabstrichs bestimmt werden. Einen von Beginn an gelben oder grünen Schnupfen sollte man ernster nehmen, als einen Schnupfen ohne farbiges Sekret. Hier liegt eine stärkere Erregerbelastung vor. Typisch für den Schnupfenverlauf ist, dass das Nasensekret anfangs eher wässrig klar ist und dann später zäher und gelblich bis grün wird.

Weißer Schnupfen (akut)

Im Gegensatz zum gelben Schnupfen, handelt es sich hier um eine viral bedingte Rhinitis. Antibiotika helfen nur bei bakterieller Belastung.

Wie sieht normales Nasensekret aus?

Sowohl bei gesunden als auch bei verschnupften Menschen gilt: Nasensekret kann die unterschiedlichsten Farben oder Farbschlieren aufweisen  – klar, durchsichtig, weiß, gelb, grün, braun oder rot. Klares Nasensekret heißt also beispielsweise nicht automatisch “gesund” und gelbes Nasensekret nicht automatisch “krank”. Obere Atemwegsinfektionen gehen zwar dennoch häufig mit Veränderungen der Nasensekretsfarbe einher. Bei der Diagnose ist die Farbe des Nasensekrets allein aber in der Regel nicht ausschlaggebend – eine veränderte Nasensekretsfarbe weist typischerweise erst in Kombination mit anderen Schnupfen- und Begleitsymptomen auf eine Infektion hin (z.B. verstopfte Nase, laufende Nase, Allgemeinsymptome wie Müdigkeit oder Abgeschlagenheit, Drückgefühl im Bereich der Nasennebenhöhlen, Kopfschmerzen, Niesen, Fieber, besondere Umstände beim Auftreten der Symptome). Die Farbe des Nasensekrets wird durch viele Faktoren bestimmt: Körpereigene Abwehrzellen, Enzyme, Zellbestandteile der Nasenschleimhaut, Blutfarbstoff und bei Infektionen auch abgetötete oder noch aktive Erreger. Darüber hinaus können Verhaltensweisen und Umgebungsbedingungen die Farbe des Nasensekrets beeinflussen – so finden sich bei Rauchern oder Großstadtbewohnern nach dem Naseputzen beispielsweise gelegentlich schwarze Partikel im Taschentuch. Es ist außerdem denkbar, dass Nahrungsmittel, Zahnpflegeprodukte oder Mundspülungen die Farbe des Nasensekrets zumindest kurzfristig beeinflussen können.

Begleitsymptome des akuten Schnupfens

Außerdem ist zu klären, welche Begleitsymptome, oder erweiterte Symptome und Zustände auftreten:

Husten, Kopfschmerzen, Kehlkopfentzündung, Frösteln, Fieber, Geschmacksbeeinträchtigung / -verlust, weniger oder mehr Hunger, Hitze im Gesicht, Abgeschlagenheit, Durchfall, Übelkeit, Halsschmerzen.

Riechstörungen bei Schnupfen

Schnupfen kann mit Störungen des Geruchssinns einhergehen. Bei einem einfachen Schnupfen mit verstopfter Nase können beispielsweise ein vermindertes Riechvermögen (Hyposmie) oder auch der zeitweilige Verlust des Riechvermögens (Anosmie) auftreten. Neben diesen sogenannten quantitativen Riechstörungen kann es aber auch zu qualitativen Störungen des Geruchssinns kommen. Dazu gehört bei Schnupfen vor allem auch die in der Fachsprache als Kakosmie bezeichnete Wahrnehmung von unangenehmen Gerüchen (beispielsweise im Rahmen von chronisch bakteriellen Infekten der Nasenhöhlen bzw. der Nasennebenhöhlen). Riechstörungen können eine Vielzahl von Ursachen haben. Neben Schnupfen oder Sinusitis können unter anderem auch Polypen, Tumoren, Nervenstörungen (z.B. durch Verletzungen oder Hirnerkrankungen), Reizstoffe (z.B. Gifte oder Lacke) sowie bestimmte Medikamente (z.B. Kumarine) Riechstörungen auslösen. Qualitative Riechstörungen oder länger andauernde quantitative Riechstörungen sollten unbedingt ärztlich weiter abgeklärt werden.

Verbesserung und Verschlimmerung des akuten Schnupfens

Zur näheren Bestimmung der Art des Schnupfens sollte abgeklärt werden, ob folgende Faktoren oder Situationen zu einer etwaigen Verbesserung, Verschlimmerung bzw. Änderung der Symptome führen:

  • Aufenthalt im Freien / frische Luft, in Räumen, in warmen Räumen, in kalten Räumen, bei windigem Wetter
  • Tageszeitenabhängig (morgens nach dem Aufstehen, tagsüber, abends, nachts)
  • Wechsel zwischen Stockschnupfen und Fließschnupfen
  • Reden

Komplikationen akuter Schnupfen und Begleiterkrankungen

Schnupfen kann im Zusammenhang mit weitaus schwerwiegenderen Infektionskrankheiten auftreten. So zeigt er sich z.B. zu Beginn der klassischen Kinderkrankheit Masern. Das Kind bekommt neben dem Schnupfen mäßiges Fieber, Husten, Bindehautentzündung, ist unruhig und fühlt sich sehr krank. Der Volksmund charakterisiert: „Verrotzt, verheult, verquollen.“ Zusätzlich zeigen sich an der Wangenschleimhaut die sogenannten Koplik-Flecken, kalkspritzerartige, weiße Flecken. Auch Keuchhusten beginnt mit einem katarrhalischen Vorstadium. Er kommt für 1-2 Wochen zunächst wie ein banaler Infekt daher mit Schnupfen, Husten und leichter Temperatur, wobei der Husten nicht behandelbar ist. Kommen Kinder mit einer angeborenen Syphilis zur Welt, so kommt es neben vielen möglichen anderen Symptomen zu blutig-eitrigem Schnupfen. Bei der Nasendiphterie handelt es sich um ein heute selten gewordenes Erscheinungsbild der Diphtherie, die mit blutig-flüssigem Schnupfen einhergeht. Durch die Bildung einer Scheinmembran kommt es zur Schädigung der Nasenschleimhaut. Entfernt man diese Membran, blutet die Schleimhaut.

Nicht zuletzt muss noch die „echte Grippe“ erwähnt werden, die durch Influenza-Viren hervorgerufen wird, und epidemisch alle 3-5 Jahre verstärkt auftritt. Innerhalb weniger Stunden kommt es hier zu hohem Fieber, einem schweren Krankheitsgefühl mit Kopf-, Glieder-und Rückenschmerzen. Schnupfen, Husten, Halsschmerzen und Heiserkeit sind nur einige weitere Symptome.

Symptome der Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis)

Breitet sich ein Schnupfen weiter aus und greift auf die Nasennebenhöhlen über, so entzündet sich die Nasennebenhöhlenschleimhaut und produziert ein eitriges Sekret. Schnupfen ist eine häufige Ursache für eine akute Sinusitis. Oft ist nur eine Nasennebenhöhle betroffen, bei Erwachsenen ist es die Kieferhöhle. Auch Zahnerkrankungen können zu einer Sinusitis führen. Mit geschätzten 20-30 % der Fälle ist diese Ursache nicht unerheblich und sollte beim Zahnarzt abgeklärt werden.

Die Beschwerden sind abhängig von der betroffenen Nasennebenhöhle. Bei der akuten Kieferhöhlenentzündung treten starke, pochende Schmerzen im Bereich der Kieferhöhle, im angrenzenden Mittelgesicht und in der Schläfenregion auf. Beim Bücken verstärken sich die Schmerzen. Die Nasenatmung ist behindert. Eine Stirnhöhlenentzündung führt zu Schmerzen in der Stirnregion, die in den inneren Augenwinkel ausstrahlen. Auf jeden Fall fühlt man sich krank und abgeschlagen.

Eine chronische Sinusitis hingegen verläuft oft symptomarm. Der Patient klagt über ein Druckgefühl im Kopf, kann schlechter atmen und auch der Geruchssinn ist abgeschwächt.

Schnupfen Symptome Schweinegrippe

Die Symptome der Schweinegrippe (Neue Grippe A/H1N1) gleichen zum Teil denen der klassischen Influenzagrippe. Das sind plötzliches Fieber (38,5°C oder mehr), trockener Reizhusten, Schnupfen, Halsschmerzen, Kopf- und Gliederschmerzen, allgemeines Krankheitsgefühl (Frösteln, Mattigkeit) und Appetitlosigkeit. Typisch für die Schweinegrippe jedoch sind zusätzliche Magen-Darm-Beschwerden, wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall. Diese Symptome können aber auch als einzige Symptome bei einer Schweingrippeinfektion auftreten. Es kommt auch vor, dass trotz Infektion gar keine Symptome auftauchen. Ein Labortest kann den genauen Erreger bestimmen.

Symptome Schnupfen versus Erkältung und Grippe

Ein klassischer Schnupfen bzw. Erkältung / grippaler Infekt stellt sich eher langsam ein, und es tritt normalerweise kein Fieber auf. Die Symptome sind im Allgemeinen auch milder als bei einer Grippe. Diese beginnt klassischerweise plötzlich, der Krankheitsverlauf ist schwerer und die Symptome sind stärker. Hohes Fieber bis 40° C, Schüttelfrost, starke Schmerzen in Kopf, Gliedern, Muskeln, beim Husten, Müdigkeit und Abgeschlagenheit sind charakteristisch. Akuter Schnupfen kann bei einer Grippe auch auftreten, ist aber nicht so typisch.

Schnupfen Symptome beim Baby / Säugling

Babys können noch nicht den Schleim aus der Nase schneuzen. Außerdem sind die Nasengänge noch sehr klein und eng. Dadurch kann es zu einem schnupfenartigen Atemgeräusch kommen, auch wenn kein infektiöser akuter Schnupfen vorliegt. Manchmal reichen schon Erregungszustände aus, um die Nasenschleimhaut anschwellen zu lassen und die Nasengänge somit zu verengen. Oder aber Muttermilch tritt nach dem Stillen beim Aufstoßen durch die Nasengänge aus. Dieses Sekret ist dann weißlich. Bei Kontakt mit Krankheitserregern jedoch bildet sich in der Nase Schleim, der wässrig, schleimig oder auch gelb oder grün sein kann. Die Babys können dann schlecht schlafen und haben durch die schlechte Atemfähigkeit Schwierigkeiten beim Stillen oder Füttern. Grundsätzlich gilt sonst: Babys, Kleinkinder und Kinder haben die gleichen Symptome wie Erwachsene bei akutem Schnupfen.

Schnupfen-Symptome lindern / unterdrücken

Um sich schnell Erleichterung von bestimmten Symptomen zu verschaffen, gibt es viele Medikamente am Markt. Diese lindern oder unterdrücken aber in der Regel nur die Symptome und helfen nicht bei der Heilung. Dementsprechend sollte man auch die bewährten Hausmittel sowie die Naturheilmittel und Homöopathie beachten und außerdem allgemeine vorbeugende Maßnahmen besonders in der kalten Jahreszeit erwägen.

Symptome chronischer Schnupfen (ständiger Fließschnupfen)

Zu einem länger andauernden oder dauerhaften Fließschnupfen kann es kommen, wenn die Nase ständig Reizstoffen, wie z.B. Staub, extremen Dauertemperaturen oder auch Fremdkörpern ausgesetzt ist, wenn Polypen oder Tumore in Nase oder Nasennebenhöhlen oder auch Erkrankungen des Hormonsystems vorliegen. Desweiteren können chronische Infektionen mit Bakterien oder Viren zu einem ständigen mehr oder weniger ausgeprägten Fließschnupfen führen.

Die Nasenschleimhaut ist mehr oder weniger stark geschwollen und sondert ständig ein wässriges bis schleimiges Sekret ab, wodurch die Atmung behindert ist. Aber nicht nur das. Ein häufiger bis ständiger Räusperzwang entsteht, wenn so viel Sekret produziert wird, dass es im Hals hinunter läuft. Sind zudem noch die Nasennebenhöhlen betroffen, dann kann das auch zu einem Druckgefühl im Kopf und Kopfschmerzen führen.

Gerade bei Kindern besteht eine erhöhte Gefahr, dass sie sich Fremdkörper in die Nase stecken. Die Folge davon kann eine einseitig behinderte Nasenatmung mit einseitigem, oft eitrigem Schnupfen und manchmal auch Geruchsbildung sein.

Wer unter einem länger andauernden Schnupfen leidet, sollte auf jeden Fall auch eine Allergie als mögliche Ursache durch entsprechende Untersuchungen ausschließen.

Symptome Allergischer Schnupfen

Jedes Jahr aufs Neue tritt er zu einer bestimmten Zeit auf, der saisonale Heuschnupfen, der nur während der Frühlings-, Sommer- und (nach Region) Herbstmonate vorkommt. Ausgelöst wird er durch die verschiedensten Blüten- und Gräserpollen. Abwehrmoleküle (Immunglobulin E) des Körpers rufen nachfolgend Entzündungsreaktionen hervor. Die Nasenschleimhaut schwillt an, was die Nasenatmung behindert. Es kommt zu Niesattacken und wässriger Sekretion sowie Juckreiz in Nase und Augen. Auch die Haut kann betroffen sein, von Juckreiz bis hin zu stärkeren Reizungen und Problemen.

Die gleichen Symptome treten auf, wenn Hausstaubmilben, Schimmelpilze, Nahrungsmittel, Tierhaare, Bettfedern oder berufsbedingt z.B. Mehl-, Pflanzen-, Holzstaub oder Chemikalien (Haarfärbemittel) die Auslöser sind. Allerdings leidet man dann das ganze Jahr hindurch bzw. bei Kontakt zum Allergen unter den allergischen Reaktionen.

Symptome des vasomotorischen Schnupfens

Der vasomotorische Schnupfen (vasomotorisch: die Bewegung der Blutgefässe betreffend) wird nicht durch Allergene, sondern durch andere äußere oder innere Faktoren ausgelöst. Zu den äußeren Faktoren zählen z.B. extreme Temperaturwechsel, wie geheizte Räume und kalte Außentemperaturen im Winter, warme Getränke, Alkohol, Staub und auch der Missbrauch von abschwellenden Nasentropfen bzw. –sprays. Stress oder andere psychische Belastungen sind sogenannte innere Faktoren, die einen vasomotorischen Schnupfen auslösen können. Dabei kommt es zu einer Fehlregulation der Blutgefäße in der Nasenschleimhaut. Nachfolgend tritt ähnlich dem allergischen Schnupfen anfallsartig ein wässriger Nasenschleim auf, der auch ein vermindertes Geruchsempfinden verursacht. Oft ist nach nur einigen Stunden alles wieder vorbei.




16 Responses to “Schnupfen Symptome”

  1. Sehr geehrte Damen und Herren, ich betreibe schon seit einigen Jahren morgens nach dem Aufstehen das sog. „Ölsaugen“. Dabei merke ich regelrecht, wie sich Nasensekret löst und teilweise auch hinten durch den Rachen läuft. Nach Abschluss des Vorgangs schnaube ich auch ein bis zweimal aus, wobei weißes Sekret vorhanden ist, aber auch ganzjährig in den meisten Fällen ein ganz kleiner Rest von gelben Sekret. Ich habe dann für den Rest des Tages nichts mehr mit Schnupfen zu tun und auch keine Atemschwierigkeiten.

    Kann ich das ganze vernachlässigen oder ist davon auszugehen, dass in meinem Körper eine kleine Rest-/Dauerentzündung weilt? Wenn ja, wie gehe ich der Sache auf den Grund?

    • Dr. Jörg Schweikart:

      Hallo und lieben Dank für den Kommentar. Ihre Frage kann allerdings an dieser Stelle nicht beantwortet werden – Ferndiagnosen sind nicht möglich und auch nicht erlaubt. Dazu ist in jedem Fall eine persönliche Untersuchung und Besprechung der Symptome beim Arzt notwendig. Nur so lassen sich Erkrankungen feststellen oder ausschließen. In unserem Artikel Schnupfen Symptome finden Sie unter der Überschrift “Wie sieht normales Nasensekret aus?” noch ein paar neu hinzugefügte, allgemeine Hinweise zu diesem Thema.

  2. Sehr geehrter Autor,

    seit ca. 4 Tagen kommt beim Naseputzen ein gelblich und dickflüssigen Schleim aus der Nase. Ich habe weder Kopfweh noch sonstige Schmerzen. Fühle mich etwas erschöpft als hätte ich eine Erkältung. Ich bin im 5 Monat Schwanger.

    Was könnte der Grund für diesen Schleim sein?

    Vielen Dank für Ihre Antwort

    • Dr. Jörg Schweikart:

      Ganz herzlichen Dank für Ihren Kommentar. Im Allgemeinen wird schwangeren Frauen mit Schnupfen (also laufender oder verstopfter Nase mit oder ohne Begleitsymptome) immer nahegelegt, direkt persönlich einen Arzt bzw. Gesundheitsprofi aufzusuchen. Wie immer in der Schwangerschaft gelten hier was die rechtzeitige Abklärung von Gesundheitsstörungen oder -fragen angeht, aufgrund der besonderen körperlichen Umstände strengere Regeln als außerhalb der Schwangerschaft. Das bedeutet nicht, dass Schnupfen bei Schwangeren zwangsläufig eine “schlimmere” Angelegenheit ist als Schnupfen bei nichtschwangeren Frauen. Vielmehr handelt es sich hierbei um eine sinnvolle Extraportion Vorsicht und eine Extraportion Streben nach bestmöglicher Beratung und Behandlung, die dem besonderen Schutz von Mutter und ungeborenem Kind gelten. Das persönliche Gespräch und eine körperliche Untersuchung z.B. beim behandelnden Haus- oder Frauenarzt sind darüber hinaus (sowohl innerhalb als auch außerhalb der Schwangerschaft) unbedingt notwendige Voraussetzungen, um die Ursachen von Schnupfensymptomen individuell abklären zu können – eine Ferndiagnose ist ohne körperliche Untersuchung weder erlaubt noch sinnvoll möglich. Grundsätzlich kommen bei gelblich-dickflüssigem Nasenausfluss nämlich sehr viele verschiedene Ursachen in Frage (v.a. erkältungsbedingter Schnupfen oder Entzündungen der Nasennebenhöhlenschleimhaut aber auch andere Infektionen, Allergien, Reaktionen auf Reizstoffe, Verletzungen, in der Schwangerschaft auch der sog. Schwangerschaftsschnupfen, u.v.m.). Weitere allgemeine Informationen zu diesem Thema können darüber hinaus in den folgenden Artikeln auf unserer Seite nachgelesen werden: Schnupfen in der Schwangerschaft, Schwangerschaftsschnupfen, Schnupfen Ursachen.

  3. Sehr geehrter Autor,
    Mein Sohn (2) hat seit 2 Wochen Schnupfen. Es fing alles mit einer Erkältung an. Einschließlich Bindehautentzündung und Husten. Mittlerweile ist sowohl Bindehautentzündung als auch der Husten wieder vorbei. Aber der Schnupfen ist immer noch da. Er ist der dickflüssig und gelb/grün. Es läuft fast pausenlos. Was könnte der Grund dafür sein.? Wie kann ich ihm helfen?

    • Dr. Jörg Schweikart:

      Vielen Dank für Ihren Kommentar. Grundsätzlich gilt, dass Kinder mit hartnäckigem (z.B. länger als eine Woche andauerndem) Schnupfen von einem Kinderarzt angeschaut werden sollten (eine Diagnose aus der Ferne ist nicht möglich – dazu braucht es immer auch eine körperliche Untersuchung und persönliche Besprechung des Falls). Wir haben darüber hinaus einen neuen Artikel zum Thema Schnupfen beim Kind veröffentlicht, und hoffen dass Sie daraus ein paar interessante Informationen gewinnen können.

  4. Liebes Team,
    ich habe seit längerem (knapp 1 Jahr) Beschwerden mit der Nase. Sobald ich den Kopf kopfüber beuge, brennt es stark in meiner Nase. Es fühlt sich so ähnlich an, als würde man ins Wasser springen und sich nicht die Nase zuhalten und als würde die Nase zuschwellen. (Es steigt in Richtung Augen und auch in die Stirn.) Sobald ich den Kopf wieder hoch nehme ist es wieder weg. Per Ultraschall wurde schon einmal die Nebenhöhlen angesehen, die waren o.B.
    Haben Sie eine Idee, was das sein könnte?
    Lieben Dank

    • Dr. Jörg Schweikart:

      Hier ein paar allgemeine Informationen zu Ursachen und Diagnostik bei chronischer Behinderung der Nasenatmung, da eine Diagnosestellung aus der Ferne nicht möglich ist – daher sollte unbedingt ein Arzt (v.a. auch ein Hals-Nasen-Ohren (HNO-) Facharzt) konsultiert werden. Ein immer wiederkehrendes Anschwellen der Nasenschleimhäute, das vor allem durch Vornüberbeugen des Kopfes ausgelöst bzw. verstärkt wird, kann verschiedene Ursachen haben. Zu den möglichen Auslösern solcher Symptome gehören vor allem auch chronische Entzündungen der Nasennebenhöhlen (Sinusitis) ggf. kombiniert mit Entzündungen der Nasenhöhlen (Rhinosinusitis), Polypen der Nase, Operationen im Bereich der Nase bzw. des Gesichtsschädels, Zahn- oder Hautabszesse, Verletzungen (z.B. (an-)gebrochene Nase), Fremdkörper oder andere Raumforderungen im Bereich der Nasenhöhlen, oder auch Hyperreaktivität der Nasenschleimhäute (z.B. anlagebedingt verglichen mit anderen Menschen stärkere Neigung zur Anschwellung der Nasenschleimhäute auf bestimmte Auslöser hin – z.B. bei plötzlichem Anstieg des Drucks in den Gefäßen der Nasenschleimhäute, wie dies beim Vornüberbeugen des Kopfes der Fall sein kann). Zu den diagnostischen Maßnahmen, die bei chronischer Behinderung der Nasenatmung zur Abklärung der Ursachen in Frage kommen könnten, gehören neben Ultraschalluntersuchungen (u.a. zur Bewertung der Dicke der Nasenschleimhäute) vor allem auch Nasenspiegelungen (u.a. zur Bewertung der Nasengänge), Röntgenuntersuchungen (z.B. einfache Röntgenaufnahmen oder CT), weitere bildgebende Verfahren (z.B. MRT), Blutuntersuchungen, mikrobiologische Untersuchungen des Nasensekrets oder mikroskopische Untersuchungen des Nasenschleimhautgewebes.

    • Sehr geehrter Autor,
      vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort. Gehen Sie davon aus, dass das Schmerzgefühl, als würde man ins Wasser springen ohne sich die Nase zu zuhalten, auf ein Anschwellen zurückzuführen ist? Eine erhebliche Sache habe ich vergessen. Beim Vorbeugen habe ich auch häufig einen unangenehmen Geruch (Mundgeruch) in der Nase.
      Können Sie durch diese Zusatzinformation eher eine Diagnose stellen?

      Ich weiß, dass es nicht möglich ist eine Ferndiagnose zu stellen. Freue mich aber sehr über Ihre Einschätzung!

      Vielen Dank

    • Dr. Jörg Schweikart:

      Das Thema „Riechstörung bei Schnupfen“ haben wir im Artikel aufgenommen (siehe oben unter der entsprechenden Überschrift). Hier können Sie einige allgemeine Informationen dazu nachlesen.

  5. Birgit Grünke:

    Sehr geehrter Herr Dr. Schweikart,

    ich habe eine Frage zu meinen Schnupfenverlauf.
    Bei Schnupfenbeginn hatte ich Schmerzen in der linken Nasennebenhöhle (?) und ein allgemeines Krankheitsgefühl ohne Fieber, die Nase war verstopft. Nachts war es besonders schlimm. Dazu kommt noch, dass ich aufgrund Kratzen im Hals dauernd husten muß und somit keinen Schlaf finde.
    Ich mache ein Nasendampfbad. Jetzt ist mein Schnupfensekret locker und die Schmerzen in der linken Gesichtshälfte sind nicht mehr so stark.
    Jetzt aber, besonders morgens, tropft ein gelbes wässriges Sekret aus der Nase.
    Sollte ich mir Nasentropfen kaufen oder reicht dieses Dampfbad. Nasentropfen oder Nasenspray habe ich nicht genommen. Mein Kratzen im Hals ist auch nicht besser geworden.
    Die Erkältung habe ich jetzt seit 6 Tagen.
    Danke für Ihre Bemühungen.
    Mit freundlichen Grüßen
    B. Grünke

    • Dr. Jörg Schweikart:

      Hallo Frau Grünke,

      um eine Empfehlung zur Behandlung in einem individuellen Fall aussprechen zu können, ist ein persönliches Gespräch mit Untersuchung und Diagnosefindung notwendig, da viele wichtige Informationen nur im direkten Kontakt gesammelt werden können. Aus der Ferne ist das daher weder erlaubt noch seriös möglich. Allgemein gilt aber:
      Die meisten Fälle von Schnupfen heilen innerhalb von zehn Tagen aus;
      Fälle bei denen der Schnupfen länger als zehn Tage anhält (oder Fälle bei denen Halsschmerzen länger als sieben Tage oder bei denen Husten länger als zwei Wochen anhält), sollten immer durch einen Arzt oder Heilpraktiker abgeklärt werden, um Komplikationen oder unnötig langwierige Verläufe zu vermeiden – wenn Nebenerkrankungen, besondere Umstände (z.B. Schwangerschaft) oder weitere Symptome vorliegen (z.B. Fieber, ungewöhnlich starke Halsschmerzen, auffälliger Auswurf beim Husten, Schmerzen im Bereich der Nasennebenhöhlen) oder auch wenn Zeichen der Besserung der Erkrankungssymptome ganz ausbleiben, sollte der Gesundheitsexperte ggf. auch früher um Rat gebeten werden;
      Typisch für den Schnupfenverlauf im Rahmen einer Erkältung ist, dass das Nasensekret anfangs eher wässrig klar ist und dann später zäher und ggf. gelblich bis grün wird – wenn das Nasensekret von Beginn an gelb oder grün ist, könnte dies auf eine besonders starke Erregerbelastung hindeuten und sollte ggf. frühzeitig professionell weiter untersucht werden;
      Schmerzen im Bereich des Gesichts (z.B. an der Stirn, neben den Nasenflügeln) können bei Schnupfen u.a. auf eine Mitbeteiligung der Nasennebenhöhlen hindeuten – auch hier gilt es insbesondere einen Gesundheitsexperten zu konsultieren;
      Sofern keine Gegenanzeigen vorliegen ist bei Inhalationen mit heißem Wasserdampf zur Behandlung von erkältungsbedingtem Schnupfen erfahrungsgemäß die Zugabe von Ravintsaraöl mit Lavendelöl (am besten eine 3er mischung aus Schopf-, Speik- und Wolllavendelöl zu gleichen Teilen = „Abwehr-Lavendelöl“), Kamille oder Ingwer besonders wohltuend;
      Salzwasser-Nasensprays sind bewährte und allgemein gut verträgliche Schnupfenmittel, die der Befeuchtung und Reinigung dienen und dabei helfen können, die natürliche Abwehrfunktion der Nasenschleimhaut zu unterstützen; Vorsicht dagegen mit abschwellenden Nasensprays, von deren langandauernder Verwendung eher abzuraten ist, um einen Gewöhnungseffekt und eine dadurch entstehende Verschlimmerung der Nasenverstopfung zu vermeiden; Vorsicht auch bei Nasenduschen, wenn die Nasenverstopfung besonders stark ist, da in diesen Fällen die Spülflüssigkeit nicht richtig abfließen kann.

      Mehr Details hierzu und viele weitere Informationen können Sie vor allem in den Artikeln unter der Kategorie „Was tun?“ und im Artikel „Hausmittel“ auf unserer Seite nachlesen.

      Gute Besserung und viele Grüße!

  6. Sehr geehrter Herr Schweikart,

    Nun ist es 7 Tage her, dass ich an einem grippalen Infekt erkrankt bin. Mittlerweile geht es mir besser, was mir allerdings wirklich zu schaffen macht ist mein Schnupfen.
    Laut Ihrer Beschreibung befinde ich mich wohl im „schleimigen Stadium“. Das Sekret ist durchsichtig und sowas von zähflüssig und verstopft mir die komplette Nase, wodurch ich seit 1 Woche an Kopfschmerzen leide. Auch das Naseputzen bringt nichts. Mein Nasenspray war innerhalb von 3 Tagen leer, ohne Besserung.
    Können Sie mir etwas empfehlen, was schnell und wirklich hilft?

    MfG und danke im voraus!
    Jessica Slo

    • Dr. Jörg Schweikart:

      Hallo Frau Slo,

      um eine seriöse Therapieempfehlung geben zu können, muss zunächst eine genaue Diagnose Ihres Schnupfens gemacht werden. Dies ist jedoch aus der Ferne leider nicht möglich. Generell gilt:
      – Die meisten Fälle von Schnupfen heilen innerhalb von zehn Tagen aus;
      – Fälle bei denen der Schnupfen länger als zehn Tage anhält, sollten immer durch einen Arzt oder Heilpraktiker abgeklärt werden, um Komplikationen oder unnötig langwierige Verläufe zu vermeiden – wenn Nebenerkrankungen, besondere Umstände (z.B. Schwangerschaft) oder weitere Symptome vorliegen (z.B. Fieber, Kopfschmerzen, etc.) sollte der Gesundheitsexperte ggf. auch früher um Rat gebeten werden;
      – Insbesondere Kopfschmerzen können bei Schnupfen u.a. auf eine Mitbeteiligung der Nasennebenhöhlen hindeuten – auch hier gilt es insbesondere einen Gesundheitsexperten zu konsultieren.

      Sofern keine Gegenanzeigen vorliegen, sind im Allgemeinen bei starker Nasenverstopfung im Rahmen eines einfachen Erkältungsschnupfens (grippaler Infekt) erfahrungsgemäß folgende Maßnahmen hilfreich – allerdings sollte dann zuvor u.a. abgeklärt werden, ob eine Nasennebenhöhlenbeteiligung vorliegt, da dies ggf. Auswirkungen auf die Anwendbarkeit haben kann:
      – Schleimlösende Hausmittel, wie v.a.: Holunderblütentee; heiße Hühnersuppe; scharfe Speisen wie Chili, Ingwer oder Zwiebelsaft (in Maßen); Inhalationen mit heißem Wasserdampf – ggf. mit Zugabe von Lavendelöl (am besten eine 3er mischung aus Schopf-, Speik- und Wolllavendelöl zu gleichen Teilen = „Abwehr-Lavendelöl“), Kamille oder Ingwer; frische Zitronen- oder Leinsaat(öl)- Kompressen;
      – Salzwasser-Nasensprays zur Verflüssigung des Nasensekrets; Vorsicht dagegen mit abschwellenden Nasensprays, von deren langandauernder Verwendung eher abzuraten ist, um einen Gewöhnungseffekt und eine dadurch entstehende Verschlimmerung der Nasenverstopfung zu vermeiden; Vorsicht auch bei Nasenduschen, wenn die Nasenverstopfung besonders stark ist, da in diesen Fällen die Spülflüssigkeit nicht richtig abfließen kann;
      – Ätherische Nasenöle, z.B. mit Lavendel (am besten in einer 3er mischung aus Schopf-, Speik- und Wolllavendelöl zu gleichen Teilen = „Abwehr-Lavendelöl“), Cajeput, Salbei, Thymian;
      – Homöopathische Globuli, wie z.B. Euphrasia, Kalium Bichromicum;
      – Schüßler-Salze, wie z.B. Kalium Chloratum.

      Die Details hierzu können Sie in den Artikeln unter der Kategorie „Was tun?“ auf unserer Seite nachlesen.

      Gute Besserung und viele Grüße,

  7. Thomas Pastler:

    Sehr geehrter Herr Schweikart,
    ich habe seit ca. 2 Monaten einen Fließschnupfen, mit starken Husten.
    Der Schnupfen ist wässrig und durchsichtig.
    Ich bin Raucher (noch).
    Hatte nie eine Allergie.
    Habe aber in der letzten Zeit Beziehungsprobleme.
    Ich bin schon länger Arbeitslos.
    Mache gerade eine Theraphie bei einem Phychologen, weil ich Angstzustände hatte.
    Kann dieser Schnupfen auch ein Symtom für Stress sein?

    Ich würde mich freuen, wenn Sie sich melden.

    MFG
    Thomas Pastler

    • Dr. Jörg Schweikart:

      Hallo, eine Diagnose ist aus der Ferne natürlich weder erlaubt noch seriös möglich, aber um Ihre Frage zu beantworten: Ein solcher Schnupfen und Husten kann viele Ursachen haben und sollte ernst genommen werden. Psychischer Stress wäre absolut ein möglicher Auslöser, wenn auch meine Erfahrung ist, dass Stress meistens eher „nur“ verschlimmernd wirkt, oder das Fass zum Überlaufen bringt.

      Ich würde daher empfehlen, einen guten Therapeuten aufzusuchen und der Sache auf den Grund zu gehen. Um abzuwarten sind Ihre Symptome zu signifikant. Schnupfen, der länger als zehn Tage und Husten der länger als drei Wochen andauert, sollte auf jeden Fall immer untersucht werden, um die Ursachen besser eingrenzen und die weitere Behandlung richtig planen zu können. Es sollte beispielsweise geprüft werden, ob es sich nicht doch um eine Allergie handelt, da Allergien auch erst im späteren Leben auftreten können – selbst wenn vorher nie Allergien vorlagen. Auch ob andere chronische Erkrankungen vorhanden sein könnten, muss genau untersucht werden. Des Weiteren sollte geprüft werden, ob sich ein Reizstoff in Ihrem Umfeld befindet, der als Auslöser in Frage kommt. Mögliche Untersuchungsfragen sind hier: Gibt es Momente und Zeiten in denen die Symptome besser sind? Gibt es Faktoren, die alles verschlechtern? Darüber hinaus ist zu prüfen, ob es sich nicht um eine Infektion oder Immunschwächung handelt. Dies kann unter anderem ebenfalls in starkem Stress mitbegründet sein. Wenn sich eine stressbedingte Krankheit allerdings erstmal deutlich manifestiert hat, müssen trotzdem die körperlichen Zusammenhänge bzw. Auswirkungen untersucht und gegebenenfalls therapiert werden.

      In jedem Fall wäre ein Therapeut gut, der auch Ihre psychische und seelische Seite berücksichtigt. Vielleicht ein erfahrener Heilpraktiker? Beziehungsprobleme sollten ernst genommen und besprochen werden. Viel Erfolg! Beste Grüsse, Jörg Schweikart

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