Schnupfen-Homöopathie

Homöopathie bei Schnupfen 

Schnupfen-Homöopathie

Homöopathie spielt eine große Rolle in der Schnupfen-Therapie – v.a. Globuli sind beliebt. Wichtig ist, das richtige Präparat für jeden Schnupfen zu finden.

Schnupfen ist nicht gleich Schnupfen – das weiß die Homöopathie nur zu gut!

BILDER001 Schnupfen-Homöopathie MittelVon allen Schnupfen-Mitteln geht die Homöopathie wahrscheinlich am individuellsten auf die Symptome und Konstitution von Schnupfenkranken ein. Bei der Auswahl des richtigen homöopathischen Präparats kommt es neben vielen anderen Kriterien beispielsweise darauf an, wie stark der Schnupfen ist, welche Konsistenz und Farbe das Nasensekret hat oder wie gut nachts geschlafen wird. Die meisten homöopathischen Mittel gegen Schnupfen entstehen auf pflanzlicher oder metallischer Basis. Im Idealfall erfolgt die Auswahl homöopathischer Mittel in Beratung durch einen erfahrenen Homöopathen – also durch einen entsprechend ausgebildeten Arzt oder Heilpraktiker.

Globuli – kleine Kügelchen mit homöopathischer Power

BILDER002 Schnupfen-Homöopathie GlobuliGlobuli (lat. “Kügelchen”) sind eine Darreichungsform homöopathischer Präparate, die sich bei der Behandlung von Erkältungsschnupfen besonders bewährt hat. Die Globuli selbst bestehen aus Zucker oder Zuckeraustauschstoffen und sind ideale Träger für homöopathische Mittel. Wichtig ist, dass Globuli unter der Berücksichtigung bestimmter Einnahmeregeln genommen werden – andernfalls könnte die homöopathische Wirkung gestört werden. Globuli sind natürlich nur eine von vielen möglichen Darreichungsformen für homöopathische Präparate. Homöopathie bei Schnupfen kann beispielsweise auch in Form von Tabletten oder Tropfen eingenommen werden.

Wie wirkt Homöopathie bei Schnupfen eigentlich?

BILDER003 Schnupfen-Homöopathie WirkungDie homöopathische Behandlung von Schnupfen zielt darauf ab, die körpereigenen Heilungskräfte zu aktivieren. Der Homöopathie geht es also um mehr als nur die Linderung der Schnupfen-Symptome. Vielmehr soll die Behandlung der Erkrankung ursächlich angegangen werden. Dabei kommt es zunächst auf die Auswahl des richtigen Mittels nach dem Simile-Prinzip (“Ähnliches soll durch Ähnliches geheilt werden”) an. Wichtig ist aber auch das homöopathische Zubereitungsverfahren der Potenzierung, bei dem das individuell ausgewählte Mittel beispielsweise mit Wasser stufenweise verdünnt und verschüttelt wird. Die Wirkung von Homöopathie kann man nicht naturwissenschaftlich nachweisen, und homöopathische Prinzipien stehen zumindest teilweise im Widerspruch mit dem aktuellen naturwissenschaftlichen Wissensstand. Aus diesem Grund lehnen manche Menschen Homöopathie strikt ab und kritisieren diese Heilmethode stark. Im Gegensatz dazu stehen unter anderem sozialwissenschaftlich erhobene Daten, die beispielsweise zeigen, dass 60 Prozent der homöopathieanwendenden Deutschen über 16 Jahre sagen, dass homöopathische Arzneimittel bei einer Erkältung schon einmal geholfen haben (Umfrage des Allensbach Instituts aus dem Jahr 2009). 

Eine Frage der Potenz

BILDER004 Schnupfen-Homöopathie PotenzHomöopathische Mittel werden bei ihrer Herstellung einer Potenzierung unterzogen. Dabei werden die Stoffe zur Dynamisierung beispielsweise mit Wasser oder Alkohol verschüttelt oder mit Milchzucker verrieben. Niedrigpotenzen enthalten den Stoff in relativ hoher, Hochpotenzen dagegen in relativ niedriger Konzentration. Wie bei der Auswahl des richtigen homöopathischen Mittels, gibt es keine Standardantwort auf die Frage nach der richtigen Potenz bei Schnupfen. Hier kommt es ebenfalls auf individuelle Kriterien an. Als Faustregel gilt – je heftiger die Symptome des Schnupfens, umso höher sollte die Potenz gewählt werden. In vielen Fällen eignen sich bei Schnupfen die Potenzen D6, D12, C24 oder C30.

Welche Nebenwirkungen haben homöopathische Schnupfenmittel?

BILDER005 Schnupfen-Homöopathie NebenwirkungenHomöopathika sind Arzneimittel und daher nur in der Apotheke erhältlich. Wie alle Arzneimittel sind sie daher nicht generell frei von Nebenwirkungen. Verglichen mit anderen Medikamenten sind die Nebenwirkungen jedoch sehr gering bzw. bei vielen Präparaten, die bei Schnupfen zum Einsatz kommen sind bislang keine Nebenwirkungen bekannt. Ob und welche Nebenwirkungen bei einem bestimmten homöopathischen Mittel vorkommen hängt vor allem von der Art des Mittels, der Potenzierungsstufe, der Darreichungsform und anderen Herstellungsbesonderheiten ab. Bei Niedrigpotenzen (z.B. D3 und niedriger) kann es daher beispielsweise vorkommen, dass manche Mittel ärztlich verschreibungspflichtig sind – diese Potenzen sind allerdings in der homöopathischen Schnupfenbehandlung eher unüblich. Außer Nebenwirkungen sind gegebenenfalls auch Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln oder Anwendungsbeschränkungen bzw. Gegenanzeigen (z.B. in der Schwangerschaft oder bestimmten Altersgruppen) zu berücksichtigen. Die Packungsbeilage jedes homöopathischen Mittels enthält diese für die sichere Anwendung wichtigen Informationen. Bei Unsicherheiten sollten Anwender von Homöopathika immer bei ihrem Arzt oder Heilpraktiker nachfragen. Es ist außerdem ratsam die Präparate von einer homöopathischen Beratungsapotheke zu beziehen (Apotheken in denen mindestens ein Mitarbeiter über eine homöopathische Ausbildung verfügt) und sich auch dort nochmal gründlich über die Anwendung der Präparate informieren zu lassen. Von der eigenen Herstellung von Homöopathika ist in jedem Fall immer abzuraten, es sei denn man ist selbst ein erfahrener und entsprechend ausgebildeter Homöopath. Viele Stoffe aus denen Homöopathika hergestellt werden sind im unverdünnten Zustand giftig und können falsch zubereitet ggf. sogar tödlich wirken (z.B. bestimmte Pflanzen). 

Homöopathie als schonende Alternative für Babys und Kinder mit Schnupfen

BILDER006 Schnupfen-Homöopathie Baby-KindGerade bei Babys und Kindern sind homöopathische Mittel eine schonende Alternative zur Behandlung von einfachem Erkältungsschnupfen und werden in der Regel gut vertragen. In diesen Altersgruppen treten Erkältungen vergleichsweise häufig auf, da sich das kindliche Immunsystem erst noch ausbildet und lernen muss, wie es Viren, Bakterien und anderen Erreger wieder loswerden kann. Das Durchmachen von Erkältungskrankheiten ist daher für eine gesunde Entwicklung von Säuglingen und Kindern ein sehr wichtiger Prozess – nur so kann die körpereigene Abwehr immer neue Erreger kennenlernen und sich in Zukunft verstärkt gegen sie rüsten.

Schwanger + Schnupfen = Homöopathie?

BILDER007 Schnupfen-Homöopathie SchwangerErkältungen in der Schwangerschaft sind eine besonders lästige Angelegenheit. Werdende Mütter wissen oft nicht genau welche Mittel und Medikamente erlaubt sind und welche nicht. Viele homöopathische Mittel können in der Schwangerschaft sicher angewendet werden. Bei manchen Homöopathika wird aber auch in der Packungsbeilage von der Einnahme durch Schwangere abgeraten, da beispielsweise keine Studien vorliegen, die eine unbedenkliche Verwendung nahelegen. 

Schnupfen bei Hund und Katze homöopathisch behandeln

BILDER008 Schnupfen-Homöopathie Hund-KatzeIn der Tiermedizin finden homöopathische Mittel zur Behandlung von Krankheiten breite Anwendung – das gilt auch für Schnupfen. Grundsätzlich ist die Verwendung von Homöopathika bei allen möglichen Tierarten denkbar – Tierärzte verwenden Homöopathie bei Farm- und Nutztieren, bei den tierischen Bewohnern von Zoos oder Wildgehegen und natürlich auch bei Haustieren, wie Hunden und Katzen. Schnupfen sollte sowohl bei Hunden aber insbesondere auch bei Katzen sehr ernst genommen und vom Tierarzt behandelt werden. Homöopathie kann die Behandlung gegebenenfalls sanft unterstützen und ist daher bei vielen Tierhaltern und -ärzten zumindest als ergänzendes Mittel beliebt. Beispielsweise wird Matricaria chamomilla vor allem bei der Behandlung von Schnupfen bei Hundewelpen eingesetzt, während sich Belladonna atropa bei der Behandlung von älteren Katzen bewährt hat.

Homöopathie auch bei chronischem Schnupfen?

BILDER009 Schnupfen-Homöopathie ChronischBei vielen Formen von chronischem Schnupfen kann Homöopathie eine hilfreiche Behandlungsalternative darstellen: Beispielsweise in bestimmten Fällen von allergischem Schnupfen oder vasomotorischem Schnupfen. Chronischer Schnupfen kann allerdings zahlreiche Ursachen haben, die – wenn auch relativ selten – teilweise überaus ernsthafte Gesundheitsbedrohungen darstellen können (z.B. bösartiger Tumor, Asthma bei allergischem Schnupfen). Die rein homöopathische Behandlung ernsthafter oder gar lebensbedrohlicher chronischer Erkrankungen ist nicht empfehlenswert – hier sollte Homöopathie allenfalls ergänzend eingesetzt werden, wenn andere Behandlungsmethoden ausgereizt oder vom aufgeklärten Patienten ausdrücklich abgelehnt wurden.

Homöopathika mit anderen Schnupfen-Mitteln kombinieren

BILDER010 Schnupfen-Homöopathie Kombination andere MittelnSchnupfen-Mittel aus der Homöopathie sind eine schonende und vergleichsweise nebenwirkungsarme Alternative bei der Behandlung eines einfachen Erkältungsschnupfens.  Bei erkältungsbedingtem Schnupfen kommen aber auch viele andere Behandlungsformen in Frage, von denen die meisten auch gleichzeitig mit Homöopathika eingesetzt werden können (Einschränkungen sollten in der Packungsbeilage der jeweiligen Mittel nachlesbar sein). Homöopathika werden bei Erkältungsschnupfen als Einzelpräparate, in Kombination mit anderen Homöopathika oder ergänzend zu anderen Therapieformen (z.B. Naturheilmittel, Medikamente, Hausmittel, andere Mittel aus der Alternativmedizin) verwendet. Informieren Sie sich am besten über alle Möglichkeiten, bevor Sie sich für eine Behandlungsrichtung entscheiden und lassen Sie sich dabei von Ihrem Arzt oder Heilpraktiker beraten. Homöopathische Präparate bei erkältungsbedingtem Schnupfen werden vor allem als Globuli, Tabletten oder Tropfen eingenommen. Bei Erkältungsschnupfen empfiehlt sich in der Regel die Darreichung in Form homöopathischer Globuli (siehe oben).

Wann reicht es nicht Schnupfen homöopathisch zu behandeln?

BILDER011 Schnupfen-Homöopathie Wann nichtUnter bestimmten Bedingungen ist die homöopathische Behandlung bei Schnupfen und Erkältung nicht angebracht oder nicht ausreichend. In diesen Fällen kann es wichtig sein andere Mittel und Medikamente einzusetzen, um zum Teil schwerwiegende Folgen der Erkrankung zu vermeiden. Dazu gehören Komplikationen bzw. bestimmte Begleitsymptome (z.B. hohes Fieber, Ausschlag, langwierige Verläufe, unstillbares Nasenbluten), andere als erkältungsbedingte Ursachen für Schnupfen (z.B. schwere Infektionskrankheiten, Fremdkörper, Tumoren, Verletzungen) oder allgemein schwere, chronische (Begleit-)Erkrankungen mit schlechtem Allgemeinzustand. Auch bei Erkrankungen bei denen durch den Verzicht auf andere Behandlungsmethoden ein gesundheitlicher Nachteil entstehen könnte, sollte vor einer rein homöopathischen Behandlung abgeraten werden. Wichtig ist den behandelnden Arzt immer über die Anwendung homöopathischer Mittel zu informieren. Bestehende Verordnungen zur Behandlung (z.B. verschriebene Medikamente) sollten niemals ohne Rücksprache mit dem behandelnden Arzt abgesetzt oder verändert werden.

Was ist Homöopathie überhaupt?

BILDER012 Schnupfen-Homöopathie Was ist dasHomöopathie gehört zu den alternativen Heilverfahren. Sie basiert daher nicht auf naturwissenschaftlichen Prinzipien sondern auf der Lehre des deutschen Arztes Samuel Hahnemann (1755-1843). Hahnemann lebte in einer Zeit, in der Medizin unter Anwendung von teilweise drastischen körperlichen Eingriffen (z.B. Aderlass) praktiziert wurde. Er suchte daher nach schonenderen Behandlungswegen für Kranke. Der homöopathischen Lehre nach sollen homöopathische Mittel, die im unverdünnten bzw. nicht-homöopathisch verarbeiteten Zustand bestimmte Symptome auslösen, ähnliche Symptome heilen können “Simile-Prinzip”. Das Prinzip “Ähnliches mit Ähnlichem” zu heilen ist bis zu Hippokrates (460-377 v. Chr.) zurückzuführen und wurde von Samuel Hahnemann wiederentdeckt und weiterentwickelt.




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